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z_eidechsenreihe

Seit ich eine wunderbare alte Schublade vom Flohmarkt heimgeschleppt habe, türmen sich die Ideen, was ich damit anfangen könnte. Fürs Erste ist es entschieden – ab Weihnachten überlege ich dann weiter. Bis Weihnachten aber wird sie jeden Tag ein neues Tier beherbergen. Und weil ich die ABCs von Melanie und Svea so mag, in alphabetischer Reihenfolge.

Gleich mit dem ersten wird getrödelt – ich hatte noch kein A, aber ich dachte, na, ist ja noch Zeit, und dann Arbeitkrankchaos, und dann fand sich die Aquarellfarbe für die Augenbemalung nicht, rein schwarz geht ja nicht beim Adler, dann war das Tageslicht weg und die Fotos sind eher so mittelschön und der stechende Blick gefilzt statt aufgenäht und na ja. Egal. Der Anlauf holpert, aber der Plan steht: Jeden Tag (ab dem dritten hoffentlich sogar jeden Morgen) ein neues Adventstier. Noch schlimmer: Ein AdventsTOTEM. Jawohl. Ich habe eine dunkle Vergangenheit, ich war nämlich mal ein Kind, und als solches war ich eine Zeitlang Mitglied eines städtischen Indianerstammes, und wir hatten ein Stammestotem. Die anderen Stämme hatten auch Totems. Sie haben uns geleitet und beschützt, den ganzen Sommer lang.

So todernst (!) gemeint wie damals sind diese Totems natürlich nicht. Nicht ganz. Mögen sie euch trotzdem ihre Kraft leihen und euch begleiten durch ihren jeweiligen Dezembertag, auf dass ihr schnupfenfrei und glücklich hindurchschreitet, schwimmt, fliegt und tanzt bis hin zum Heiligabend. Einen schönen 1. Advent wünsche ich euch und einen herrlichen Dezember!

Noch sehr einsam in der wunderbaren alten Schublade:

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Ist aber vielleicht auch besser so. Sieht nicht so gesellig aus. Oha.

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ADLER

Der Adler hat nicht nur das große Ganze im Blick, sondern, wenn nötig, auch das Detail. Hoch über der Welt zieht er seine Kreise und wartet darauf, dass es Zeit ist zu handeln. Und wenn es so weit ist, geht es im Sturzflug hinab, nichts anderes mehr im Fokus als sein Ziel.

Das Leben des Adlers ist einsam, und die wenigsten von uns möchten mit ihm tauschen. Aber er steht für eine Kraft, die in uns allen steckt und die wir manchmal brauchen: Abstand einnehmen, sich Zeit nehmen, warten, bis es Zeit ist zu handeln. Ist man zu nah am Boden, sieht man manchmal gar nichts mehr im Gewimmel.

Der Adler sagt: Zieh Dich manchmal zurück und lass Dir Ruhe und Zeit, um den nächsten Schritt zu überlegen, und wenn es so weit ist: druffda.

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