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Heute halbwegs pünktlich und ebenfalls aus der schönen grauen Gotlandlammwolle – das fünfte kleine Totem macht es sich gemütlich im Totem-Hotel (zu meinem Entzücken so getauft von Nina).

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Sieht noch ein bisschen schüchtern aus im Regal. Weiß ja auch nicht, wen es morgen zur Gesellschaft bekommen wird. Ein Elefant ist da wählerisch.

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Elefant

Dem Elefanten wird nachgesagt, dass er niemals vergisst. Und „niemals“ ist bei einem Elefanten eine lange Zeit – seine Lebenserwartung ist fast so hoch wie die des Menschen.

Leicht hat man da im Hinterkopf, dass man vorsichtig sein sollte, wie man sich einem Elefanten gegenüber verhält, denkt an einen anderen Elefanten oder an einen Wärter, der unfreundlich zu ihm ist und Jahre später die Quittung dafür erhält. Aber Rachsucht ist nicht das, was den grauen Winzling oder seine riesigen Originale antreibt. Vielmehr steht er für die wunderbare Kraft, die uns manchmal befähigt, Erinnerungen und Groll voneinander zu lösen, die Erinnerung mitzunehmen und den Groll loszulassen, damit wir ihn nicht mehr auf unseren Schultern tragen müssen. Was wir erlebt haben, hat uns dorthin gebracht, wo wir heute sind: an den Ausgangspunkt einer Wanderung, die jeden Morgen mit dem Erwachen neu beginnt. Manchmal muss man etwas lange mit sich herumschleppen, bis man sich davon lösen kann. Aber wenn es dann eines Tages so weit ist, schaffen wir auf einmal leichteren Fußes als zuvor die doppelte Strecke.

Der Elefant sagt: Was uns aufgeladen wird, entscheiden wir nicht selbst – aber wir suchen aus, was davon wir mitnehmen und was wir zurücklassen.

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