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Heute etwas überpünktlich, weil ich gerade ein bisschen nachtaktiver bin als das heutige Tier, und wenn ohnehin die Welt gleich offiziell in den neuen Tag schwappt, dann darf sie das gern mit Nasenbär tun statt ohne.

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Bisschen arg rötlich ist er geworden, aber die Nase ist unverkennbar. Ich widme ihn Ninas wunderbarem Blog, weil er so gut zum Upcycling-Dienstag passt, über den ich mich jede Woche sehr freue. Dinge nicht einfach nur wiederzuverwerten, sondern einem neuen Zweck zuzuführen, etwas Neues zu schaffen, statt alles achtlos wegzuwerfen, birgt zwar leider durchaus ein wenig Messie-Potenzial, weil man auf einmal kaum noch etwas wegwerfen mag, ändert aber den Blickwinkel sehr wohltuend. Die Welt ist einfach viel größer, wenn eine kaputte Jeans nicht mehr einfach nur eine kaputte Jeans ist, sondern ein Spielzeugkorb sein kann, eine Tasche, ein Liegekissen für faule Heizungskatzen, eine Straße für die Autos eines Kindes, ein Beutel für das Pedal der Nähmaschine oder die neue Haut eines Tagebuchs. Es macht mich glücklich, zu sehen, wie viele Menschen ebenfalls nicht bereit sind, alles Mögliche wegzuwerfen, nur weil es ein wenig aufgearbeitet werden müsste oder einen neuen Verwendungszweck braucht.

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Nasenbär

Der Nasenbär hält nichts von Verschwendung. Über ihm in den Baumwipfeln wird eifrig geschlemmt, aber ebenso eifrig weggeworfen oder fallen gelassen – Papageien und Affen gehen angesichts der Fülle in den oberen Etagen nicht eben pfleglich mit der Nahrung um. Der Nasenbär freut sich, sammelt alles auf, was noch gut ist, und lebt ein sehr behagliches Leben. Keinesfalls ist er ein armer Schmarotzer, der nur bekommt, was andere ihm zuteilen – er kann auch durchaus selbst auf Nahrungssuche gehen, Bevor er das tut, nutzt er jedoch erst einmal das, was in großer Fülle ohnehin da ist. Und wenn ihm das zum Leben reicht, dann sieht er sich nicht veranlasst, etwas Neues abzupflücken.

Der Nasenbär steht für die Fähigkeit, Ressourcen gut zu nutzen und nichts, was noch etwas taugt, zugunsten von etwas Neuem zu verschwenden. Sein ausgezeichneter Riecher für Qualität führt ihn niemals in die Irre.

Der Nasenbär sagt: Ah, das ist doch viel zu schade, um es verkommen zu lassen!

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