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Heute ist eins meiner Lieblingstiere an der Reihe. Als Kind habe ich einen ganzen Karton alter Bücher bei meinen Großeltern entdeckt – Abenteuerbücher für Jungs. Einen Sommer lang versank ich in Dschungeln und verlor mich in den Weiten der afrikanischen Steppe, jagte Elefanten und Tiger und Wilderer – und reiste mit Sir Harry Johnston in den Kongo, auf den Spuren des Okapis.

Die tiefe Faszination für Afrika, überhaupt für die Wildheit der Welt, ist mir seit diesem Sommer geblieben. Für alle, denen es ebenso geht und die es noch nicht kennen, empfehle ich mit größtem Nachdruck Douglas Adams wunderbares Die Letzten ihrer Art – viel weniger bekannt als seine Anhalter-Romane, im Gegensatz zu diesen jedoch in meinem Regal der mir allerliebsten Bücher aller Zeiten. Wer Bücher und die Vielfalt der Buchläden vor Ort schätzt, dem sei ans Herz gelegt: Dort, wo der Link hinführt, das Objekt der Begierde beobachten und ausspähen, das Buch jedoch unbedingt in einem Buchladen vor Ort erjagen und nach Hause schleppen.

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Irgendwie sehen sie heute alle so kuschlig miteinander aus! Auch wenn ich persönlich den Verdacht habe, die Hyäne hat dem Gürteltier gerade einen in Gürteltierohren höchst unanständigen Witz erzählt.

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Okapi

Das Okapi wurde erst um 1900 herum entdeckt – vorher ahnte kein Europäer etwas von seiner Existenz. Es lebt scheu und zurückgezogen in den Tiefen dichter Regenwälder, wo seine auffällig scheinende Zeichnung es perfekt tarnt. Erst wenn es sich bewegt oder auf eine kleine Lichtung hinaustritt, sehen wir es, es taucht vor uns auf, als würden die Schatten plötzlich zu einer Gestalt zusammenfließen.

Es steht für die Fähigkeit, an Wunder zu glauben, an eine Welt, die jenseits unserer augenblicklichen Wahrnehmung existiert. Die Welt ist groß, und wir können sie nie ganz begreifen. Das Okapi erinnert uns daran, wie wir als Kinder die Welt wahrgenommen haben – staunend und offen und im festen Glauben an Einhörner. Das Okapi ist ein Einhorn für Erwachsene – seine Existenz ist erklärbar, und doch ist es kaum zu fassen, dass ein so großes Tier so lange verborgen bleiben konnte.

Das Okapi fragt: Spürst du, dass ich da bin?

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