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Heute wird es mythologisch im Totem-Hotel. Noch gibt sich der neue Gast geheimnisvoll – ich weigere mich, nur aus Feuerschweifunterbringungsgründen ein Loch in die Rückseite (eigentlich ja: die Unterseite) meiner Schublade zu sägen, die im neuen Jahr zwar nicht verbrannt, aber dennoch einem neuen Leben zugeführt wird, und da muss er also schmollen, der berühmte Kerl. So ist das eben manchmal.

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Schaut trotzdem noch recht freundlich. Sitzt übrigens auf einer Rolle mit Monofil-Garn, das ich für sehr empfehlen kann. Für das Nähen winziger Stofftiere beispielsweise. Für das Annähen winziger Augen. Oder auch für das Aufhängen (nicht: Aufknüpfen) kleiner Totems oder anderer Gegenstände, wenn sie beispielsweise am Fenster oder vom Autospiegel wohnen sollen. Es ist nicht ganz reißfest, aber erstaunlich nah dran für ein so dünnes, flexibles Garn.

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Phönix

Der Phönix gilt als Symbol der Unsterblichkeit – am Ende seines Lebens verbrennt er sich selbst, um aus der Asche wiederaufzuerstehen. Diese Unsterblichkeit ist dem Menschen nicht gegeben, und er verbrennt sich normalerweise auch nicht absichtlich selbst. Dennoch ist die Kraft, für die der Phönix steht, eine der wichtigsten in unserem Leben: Er steht für das Weiterleben nach der Katastrophe, er steht inmitten des Verlusts für die Bewahrung dessen, was uns wirklich wichtig ist, und für die vollständige Regeneration nach Ereignissen, von denen wir glauben, sie nicht überleben zu können.

Der Phönix erneuert sich selbst – für ihn ist das Feuer lebensspendend. Ein Teil dieser Kraft wohnt auch uns inne: An bestimmten Scheidepunkten des Lebens wird uns ermöglicht, uns selbst neu zu (er)finden. Das ist mitunter so schmerzhaft wie das Verbrennen am lebendigen Leib, doch Asche ist fruchtbar, und das, was das Feuer tief in uns nicht berührt hat, kann die Wurzeln in die verjüngte Erde graben und neu ausschlagen. Der Phönix steht für neue Wege, die wir einschlagen, und für die Fähigkeit, sie aufgeschlossen und mit offenen Sinnen zu beschreiten und die Möglichkeiten wahrzunehmen, die sich uns bieten.

Der Phönix sagt: Überlebe. Und wachse.

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