bomullifanten

Nach langer Abstinenz von der Schnittmusterentwicklung musste ich mich erst mal wieder rantasten – von wegen, Fahrradfahren verlernt man nicht. Die ersten Fohlen sahen … aus.

fohlenserie

Mit vom Mann bespotteten Versionsnummern auf den Hinterteilen wanderten sie zuerst unter die kritischen Augen von Freunden und dann in den Kindergarten unseres Kleinen, wo sie eifrig bespielt werden, ganz egal, ob Gurkenkopf oder Entenschnabel.

Aus den Anregungen erblühte Blossom. Noch ein paar Details, aber lässliche, nur so Kleinkram, in der nächsten Version leicht zu beheben. Fest gestopft, regelrecht mit der Füllwatte modelliert, kühner Blick und lange Fohlenbeine.

blossom

„Hm“, sagte meine Schwester, nahm das Fohlen kurz in die Hand und stellte es wieder weg, um nach einem Elefanten zu greifen. „Ich mag ja lieber so weiche Kuscheltiere.“
Umpf. Ja, das hatte ich auch eigentlich vor – ein weiches, einfaches kleines Fohlen, leicht nachzunähen, geeignet zum Spielen und Kuscheln. Wie kann man denn zwischendrin so völlig vergessen, was man eigentlich entwerfen wollte? Na, egal – beim nächsten Mal. Blossom steht jetzt trotzdem bei mir im Regal und schaut mir bei der Arbeit an den Nachfolgern zu. Manchmal, bilde ich mir ein, blitzt ein bisschen Spott in den dunklen Augen.

Sie galoppiert jetzt mit wehendem Pro-Forma-Test-Filzschweif zum Creadienstag – auf in die fröhliche Runde anderer Geschöpfe und Dinge, die entweder so wurden, wie der zu den sie aus der Taufe hebenden Händen gehörige Kopf es sich vorgestellt hat – oder eben nicht. Euch eine schöne Woche, in der die Dinge, die so werden wie gewünscht, und die, die euch überraschen, in ausgewogenem Verhältnis zueinander stehen. 😉

bomullifanten