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Mein wunderbarer Lehrer damals im Kunst-LK, der sagte mal ganz nachdenklich zu mir, als wir über meiner hübschen und fast fotorealistischen, aber irgendwie beklemmend wirkenden Paprikaschote-in-Öl kauerten: „Weißt du, man muss auch den Punkt erkennen, an dem es genug ist. Jedes Detail ausarbeiten ist nicht immer wirklich präziser gearbeitet, manchmal verstellt es gerade den Blick auf das Wesentliche. Zum Anfangen braucht es Mut. Zum Aufhören Weisheit.“

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Lieber Ernst, ich verfüge noch immer nicht über Weisheit. Aber siehe, Du seltsamster und wunderbarster aller Kunstlehrer unter nicht wenigen seltsamen und ganz überwiegend ebenfalls wunderbaren, bei denen ich je Unterricht hatte: Ich arbeite ganz feste dran! Hier und heute Dir gewidmet, dem Unvergesslichen und Unvergessenen: Meine noch immer unfertige Weisheit in jeder Menge unterschiedlichster Repräsentationsformen! Der ewigschlafende Tiger, der Albino-Tapir, Ele der nahtlos Graue mit seinen Kindern, der Bremer Stadtesel mit der winzigen Hexenkatze auf dem Hintern, die Flugohren mit dem blinden Wüstenfuchs daran, der fast fertige Drache mit den Flügeln, die noch viel zu zart zum Fliegen sind … ach, ihr lieben Viecher, irgendwann kommt eure Stunde.

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Mehr Mut und Weisheit, zum großen Teil deutlich näher an einer Punktlandung als meine heutige Sammlung steckengebliebener Geschöpfe-to-be, gibt es beim Creadienstag. Euch da draußen eine Woche voller Ideen!