einhorn01

… an dem Prinzessin Elmi geboren wurde, war der Tag, an dem alle freundlichen Wesen im Tausendsorgenwald spürten, dass die Sonne ein klein wenig heller leuchtete, nur ein ganz klein wenig, und dass die Erde mitten im Winter ein winziges bisschen nach Frühling roch und so ein besonderer Glanz in der Luft lag, der angesichts des grauen Sickerlichts in den kurzen, dunklen Dezembertagen nicht so einfach – oder vielleicht auch gar nicht – zu erklären war. Die Schnecken hatten Lust, ihre Häuser abzustreifen und durch die Gegend zu sausen, die Vögel streckten ihre Schwingen, schwangen sich zum Himmel empor und fragten sich, wie es sein kann, dass die Welt so schön ist und so weit und so absolut wunderbar, und der Fuchs räkelte sich behaglich in seiner Höhle und spürte ganz deutlich, wie schützend und warm ihn die Erde umschloss.

Sie wussten nicht, dass die Freude, die so plötzlich in ihnen erwachte, jene einzigartige Freude war, die durch die Welt flüstert, wenn ein ganz besonderes Kind geboren wird. Eins, das die Welt ein ganz winzig kleines bisschen besser macht. Nichts Großes, nur ein wenig mehr Helligkeit für die, die hinschauen, ein klein wenig mehr Wärme für die, denen kalt ist, und ein weiteres Wunder in der Welt, für das es sich zu leben lohnt.

Also doch etwas Großes.

einhorn02