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Manch einem platzt die Hutschnur, wenn ihn heiliger oder unheiliger Zorn packt, einem Bären hingegen platzt die Nase. Beides ist nicht so arg schön. Blindwütiges Dagegen steht selbst einem Zweieinhalbjährigen nur sehr bedingt und sollte sich im Lauf des Lebens doch wünschenswerterweise in die ganz grundlegend meist deutlich produktivere Ausrichtung des Dafürs wandeln. Nur … wenn dem Dafür die Optionen ausgehen und die einzige Alternative eben das grölende, dumpfe Irgendwiedagegen ist, dann wird es bei jenen mit füllwattegestopften Schädeln ziemlich eng. Offenbar weltweit – nicht nur wir hier in Deutschland haben eine verblüffend und erschreckend hohe Dichte an besorgten Wutbären (ist aber ein doofes Wort, oder? Schubladenfrontenscheiße).

kleinbaer

Seit Wochen will ich dem Kleinen hier reparieren, der vor dem Nasenplatz-Event eigentlich ein ganz niedlicher Kerl war. Bei ihm geht es mit Nadel, Schere und ein wenig Stopfgarn. Ist aber nicht immer so einfach. Trotzdem ist heute symbolisch gesehen ein guter Tag dafür. Ich habe Hoffnungen für diesen Tag, ehrlich gesagt, auch nach erstaunlich lautem deutschen Wutbärengebrumm und Brexit. Gut enden wird er nicht, kann er nicht, man kann ja aus ein bisschen abgelagertem Mehl und Giftpilz keine leckeren Pfannkuchen backen. Trotzdem, auch wenn das Mehl nicht schmeckt: Kinners, der Giftpilz ist zwar eine Alternative, aber eben die allerallerletzte … und ganz sicher keine bessere.
Also, eine geflickte Bärennase im Namen dieses eigenartigen Tags. Möge er nicht mit Pauken und Trompete in die verdammte Geschichte eingehen, wir blamieren uns alle momentan doch eh schon genug.

#creadienstag
(Weil immerhin der thematische Zusammenhang kreativ ist.)

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