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Endlich mal wieder ein Filztier nach all der obsessiven Stempelei, und dann gleich ein großes – ein noch etwas undefinierbares Filzgiraffentier, das noch unter die Nadel muss. Die Augen filze ich mittlerweile immer trocken auf, außer bei ganz seltenen Ausnahmen, wo sie gestickt sind (das sind dann meist Tiere, die in Kinderhand gehen, sowie die Elefanten) oder aus Plastik (wie bei den Totemtieren). Aber auch feinere Konturen, Vertiefungen wie etwa die Nüstern, kleine Details bei den Ohren und so kommen erst mit der Nadel hinzu.

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Vieles kann man auch problemlos beim Walken erstaunlich genau modellieren, ganz ohne Nadel. Ich will schon seit Ewigkeiten mal verschiedene Stadien fotografieren, habe ja aber immer so arg nasse Hände dabei. Jedenfalls ist es ein ganz deutlicher Prozess – erst ist alles flutschig und rutschig, und man muss sehr vorsichtig sein, damit sich die Wollschichten nicht voneinander lösen. Dann ist alles gut miteinander verbunden („angefilzt“), aber noch weich und teigig. Irgendwann, je nach Wollsorte nach mehr oder weniger irrsinnig viel Geknete, wird die Angelegenheit fester (ich beschleunige das durch gelegentliche, reichlich brachial wirkende Ganzkörperknautschungen). Und dann kommt mein Lieblingsstadium, in dem die Wolle wirklich formbar wird und aus dem Dings allmählich ein Tier wird. Dann schreie ich eigentlich immer verzückt: „Oooooh! Das wird ja doch was!“ Und der Mann sagt mit tagesformabhängig unterschiedlich ausgeprägtem Augenrollen: „Wie absolut unerwartet, wie konnte das denn passieren?“ Aber ich staune tatsächlich immer wieder, dass das wirklich funktioniert. Dass aus dem anfänglichen Woll-Sabsch wirklich ein Tier wird.
Am längsten dauern Beine, vor allem so lange.

Die frisch gefilzte Giraffe ist noch ein bisschen schüchtern.

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Vor einem total tarnenden Hintergrund versteckt. Bleibt festzuhalten: Definitiv keine Chamäleontalente.

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Marschiert auf staksigen Beinen zum Creadienstag und zu den Dienstagsdingen. Euch (nachdem der Montag schon geschafft ist) eine schöne Woche!

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