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Aber eher ein bisschen unfreiwillig.

Bisher hat sie ja ein sehr behütetes Leben geführt. Ist sehr neugierig auf die Welt. Und als sie dann auf dem Weg zum Londoner Hafen eine der Tauben sah, die sie bisher nur aus der Ferne … na, da hat sie eben ihr Gepäck kurz liegen gelassen und ist in den Baum geklettert. Um ganz kurz mal ein bisschen die weichen Federn zu streicheln.

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War zum Glück eine sehr nette Taube. Hat dem Mäusemädchen nichts getan. Hatte aber gerade Pläne und sich nicht aufhalten lassen. Und flog auf einmal los. Zum Glück konnte sich Miss Sophie gerade noch festhalten.

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Stundenlanges mächtiges Flügelrauschen. Atemberaubende Höhe. Und dann, aus Mäuseperspektive jedenfalls (die unter euch, die erfahrene Adlerflieger sind, bitte kurz weghören und nicht lachen, denn Adler und Tauben kann man natürlich nicht vergleichen): Sturzflug.
Und Landung im Sand. Ringsum Brandung.

Taube gefragt, wann es wieder zurückgeht.
Taube hat aber nicht geantwortet. Im Gegenteil – schien plötzlich ganz dringend zu tun zu haben und machte sich mir nichts, dir nichts einfach aus dem Staub.
Hübsch, aber Arsch.

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Miss Sophie hat viele, viele Quadratmeter abgesucht – aber nirgendwo jemand zu sehen. Lauter hohe Dünen und Meer. Und Gepäck noch in London.
Sie sucht und sucht und findet nichts als Sand und Meer. Bis die Dunkelheit hereinbricht.

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Zum Glück ist sie ja ein recht patentes Mäusemädchen. Verzagt nicht, sondern sucht sich erst mal ein Nest.

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Da. Immerhin. Besser als nichts.
„Ich wollte ja Abenteuer“, sagt sie leise zu sich selbst, „da hab ich’s nun.“

mausenest

Legt sich schlafen und träumt recht wild. Natürlich. Tät ich auch.

mausgutenacht

Schlaf gut, Miss Sophie. Ich hoffe, morgen kommt ein Schiff vorbei!

(Oh, der Mäusemontag hat sich in den Dienstag reingeschummelt – dann schmuggelt er sich jetzt noch rasch zum Creadienstag.)