Schlagwörter

,

Öhm – erster Februar-Post am 14. des Monats, was war da los? Ich hab keine Ahnung, in was für einer Versenkung ich da verschwunden war und was ich die ganze Zeit gemacht hab. Momentan umkreise ich Dinge, die getan werden wollen (sogar Dinge, die ich tun will), mit einem gewissen Sicherheitsabstand, achte auf die richtige Windrichtung, schleiche mich an … stelle fest, dass irgendwie kosmisch gesehen noch gar nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist, schleiche mich wieder weg. Pirsche mich erneut an, beobachte die Beute genau …
In anderen Worten: Ich kriege gerade nicht viel gebacken. 😀 Es ist aber ein sehr behagliches Nichtsgebackenkriegen und völlig okay. Winterruhe, sozusagen. Das Wetter ist großartig, kalt und hell und sonnig seit Tagen; ab und zu schneit es, und der Schnee verschwindet in der Sonne wieder, ohne dass es zwischendrin groß matschig wird, er löst sich einfach auf. Ich pussel hier so vor mich hin und bin sehr zufrieden, habe auch inzwischen wirklich und wahrhaftig den Schreibtisch leerbekommen und mindestens noch den restlichen Februar frei, vielleicht sogar bis Mitte März (der Auftrag, an dem ich eigentlich gerade sitzen würde, verspätet sich und kann jede Sekunde reinploppen, es kann aber auch noch dauern … falls er aber reinploppt, muss er bis März warten, der Februar ist frei, basta).

Passend zu behaglichem Nichtvieltun mein kleinteiliges Gemustere für Michaelas Mustersammlung: Ich wollte schon eine Weile mal Zendoodle ausprobieren. Finde das oft sehr schön, hatte mich aber noch nie damit beschäftigt und hab letzte Woche einfach mal drauflosgekritzelt. Dabei hab ich festgestellt: So ein paar Dinge zu beachten ist schon ganz schlau, haha.

Allererstes Gedoodel. Hier bisschen dies, dort bisschen das, dicker Stift (Sharpie), hat Spaß gemacht, das Ergebnis indes ist jetzt nicht so arg überzeugend:

doodle1
Beim zweiten Doodeln hab ich ein bisschen was dazu gelesen. Dünnerer Stift, aha, hatte ich gerade nicht da (beziehungsweise hätte ich suchen müssen). Blattaufteilung, mhm. Etwas halbgar Blatt aufgeteilt und mit immer noch zu dickem Stift losgelegt. Handvoll Musterideen gemopst – besonders mag ich dieses ganz einfache Dings mit den versetzt geschwungenen Linien bei den Blättern rechts.

doodle2

Drittes Blatt dann von vornherein mit grober Aufteilung und endlich mit dünnem Stift, noch lange nicht fertig. Diese komische pilzartige Struktur, die sich oben links ergeben hatte, hat mir gut gefallen, drum ist sie mit eingezogen. Warum unten links Stielaugen einen anglotzen, weiß ich nicht. Wird irgendwie sehr, hm, floral, das Ganze. Gefällt mir aber schon mal ganz gut, und vor allem macht es zunehmend Spaß. Ich glaube, wenn man so ein Grundrepertoire an Mustern und Figuren hat, wird es immer leichter, zu variieren und Neues zu entdecken. Schön! Dauert, aber ich hab viel Spaß dran.

doodle3

Miss Sophie findet das alles ganz albern. Miss Sophie isst lieber Pfannkuchen an ihrem zu hohen Küchentisch, der ein zu kleiner Beistelltisch aus dem Puppenhausmöbelkeller meiner Mutter ist. Mäuseflohmarkt, quasi. Den Mäusepfannkuchen hat das Kind am Wochenende gefunden, er klebte an seinem dran, und da hat es festgestellt: Wäre doch genau richtig für Miss Sophie!

miss_sophie_pfannkuchen

So. Ich überlege mir jetzt, wie ich am besten Stoff bedoodle, denn ich möchte gern ein Stiftmäppchen für Fineliner und so Zeug nähen (Gabi hat neulich einen Schnitt samt Anleitung veröffentlicht, hier: Klick). Und ich mag das sehr gern und zeig demnächst mal ein paar nach dem Muster genähte Teile. Das für die Fineliner hätte ich gern bedoodelt. Hm. Mal schauen, wahrscheinlich muss ich da mit Transferfolie oder so dran.

Habt eine schöne Woche!