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Himmel, wie ging das noch mal mit dem Bloggen?
So. Bin wieder da. Gabi ist schuld, sie wollte einen Adventskalender. 😉 Miss Sophie war auch dafür, allerdings ist sie heute nicht da. Ausgetrippelt. Sehr vornehm und wichtig, aber, teilte sie mir mit, sie sei ganz sicher, bei mir wäre alles in den denkbar besten Händen. Hm!

Bis Weihnachten gibt es hier also jeden Tag eine Kleinigkeit zu sehen, manchmal zu basteln und auch zu hören. Zu hören, weil mich neulich schon wieder jemand fragte: „Was für Musik hörst du eigentlich?“ Und ich fiel in die übliche erschrockene Starre, die den Eindruck erweckt, ich hörte wahrscheinlich überhaupt gar nix (vielleicht nicht mal die Frage). Tatsächlich aber kann ich dem Ganzen einfach nur keinen Namen geben, deshalb nutze ich den Dezember mal zum Sortieren und dazu, mich zu fragen: Was hör ich eigentlich für Musik?

Erst mal aber Mäuse. Wenn Miss Sophie schon außerhäusig herummaust, müssen eben andere Mäuse her. Diese beiden hier sind ganz einfache, schnell genähte Viecher zum Kuscheln und Spielen, ganz vage den Hamelner Brotratten nachempfunden. Wer auch eine nähen möchte, findet unten auch den Schnitt.

kalender18_01_maeusekalender18_01_maeuseschnitt

Musikalisch starte ich heute eher melancholisch – momentan höre ich viel Leonard Cohen. Ich habe ihn sehr, sehr spät entdeckt, ein Jahr nach seinem Tod. Vorher wusste ich, dass es ihn gibt, hatte aber keinen tieferen Bezug dazu. Ich wusste vor allem, dass ich Rufus Wainwrights Version von „Halleluja“ (ja, die aus Shrek) schöner finde als das Original von diesem Cohen.
Inzwischen besitze ich seine Biographie und einen Roman und bin verliebt in einen Menschen, der von mir ganz unbemerkt mein Zeitgenosse war. Der sein Leben lang mit Depressionen zu kämpfen hatte, aber spät dann zu einer Heiterkeit gefunden hat, die in seinen ersten Lebensjahrzehnten häufig überschattet war von dem alles verzehrenden Ungeheuer namens klinische Depression. Der vom Alter her mein Großvater hätte sein können. Der inzwischen aus diesem Spiel ausgestiegen ist. Der zutiefst religiös war auf eine gütige, traurige, ergebene, pragmatische Weise, die mir sehr imponiert und mit der ich, die ich vermutlich am ehesten Agnostikerin bin, sehr viel anfangen kann und die in mein ewiges inneres Streitthema Religion neue Klänge bringt, die ich gern willkommenheiße (und nein, keine Sorge, religiös werde ich in diesem Leben sicher nicht mehr, aber Versöhnlichkeit mag ich trotzdem).

Leonard Cohen: Who by Fire.
Weil ich das momentan wirklich oft höre.