Gefüllte Tulpen

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Mäusemontag mit Miss Sophie. Ab jetzt regelmäßig oder unregelmäßig, das wird man ja sehen.
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Ihr wisst bestimmt, dass es gefüllte und nicht gefüllte Tulpen gibt, oder?

Diese hier sind gefüllt.

tulpen_sophie_lilatulpen_sophie_orangetulpen_sophie_rosa

Alle mit ein und derselben Maus, die danach ganz schön abenteuerlich aussieht. Alles Naturfarben!

tulpen_sophie_bisschenstaubig

Hat sich aber trotz der großen Schönheit lieber geputzt. Hatte Angst, dass ihr sonst Tulpen aus dem Fell wachsen. Miss Sophie leidet unter leichter floraler Hypochondrie.

Und jetzt tanzt sie ein bisschen dem gutmütigen alten Nasenbären auf der Nase rum.

tulpen_sophie_nasenbaer

Startet gut in eine neue Woche, für viele von euch bestimmt auch die erste nach den Schulferien. Kleingemüse Ungeheuer Wuselbratze Heißgeliebter Nachwuchs wieder in der Schule! Wäre hier echt ruhig ohne Miss Sophie.

 

Miss Sophies Adventskalender 2018 #24

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24

Ich bin einigermaßen fassungslos – es ist tatsächlich schon Weihnachten! Also Heiligabend. Heiligvormittag.

Miss Sophie hat alle Geschenke fertiggepackt (einen Playmobilbecher voll feinster Brombeermarmelade, eine halbe Erdnuss, ein besonders schön knisterndes Stück Papier, ein dicht gewickeltes Bündel Schafswolle) und hat jetzt offenbar zu tun. Zuerst sollte ich weiße Schafswolle ausbreiten. Dann brauchte sie einen Esel. Danach vergewisserte sie sich, dass man in Betlehem nicht beten muss. Und dann brach sie auf, offenbar von sehr heiligen Gefühlen erfüllt.
Betlehem scheint in derselben Richtung zu liegen wie unsere Küche.

Miss_Sophies_Ritt_nach_Betlehem.jpg

(Und ja, das hinter Miss Sophie ist ein Masking Tape. Wer in Büchern spazierengehen kann …)

Danke. Ganz innig und doll danke. So viele haben sich bei mir per Kommentar oder per Mail für den Adventskalender bedankt. Ich freue mich riesig darüber und kann die Dankbarkeit aus vollem Herzen zurückgeben. Nach über einem halben Jahr Blogpause so herzlich und erfreut wieder begrüßt zu werden – das war ganz wunderschön, mir ist ganz warm und selig zumute. Danke euch allen!
Ich bleib jetzt auch. Nicht mehr täglich, klar, aber Miss Sophie und ich verschwinden ganz sicher nicht wieder in der Versenkung.

Heute musikalisch tatsächlich mal weihnachtlich. Ich habe John Lennons Happy Xmas zum ersten Mal in der Schule gehört, am Tag vor den Weihnachtsferien, in der Englischstunde. Es hat mich komplett weggebeamt. Und ich fühle mich, wenn ich es höre, immer ein bisschen zurückversetzt in diese letzte Stunde vor den Ferien, in der ich auf einmal weit weg war und trotzdem ganz da.

Musik. Ich hab mich ja am Anfang dieses Kalenders gefragt, was für Musik ich überhaupt höre und warum. Ich muss sausen und habe keine Zeit, es richtig zusammenzufassen. Aber ich glaube, für mich sind Geschichten dabei ganz wichtig. Der Ort, an den mich ein Stück bringt. Die Menschen, denen ich dabei begegne, und das können sowohl die Künstler selbst sein als auch Gestalten in den Stücken. Darauf, glaube ich, läuft bei mir alles hinaus: Die Orte, die ich besuche, die Welt und vor allem die Lebewesen, denen ich dabei begegne.

Übers Bloggen habe ich so viele großartige Menschen kennengelernt und so viele spannende Begegnungen gehabt. Und ehe ich jetzt allzu rührselig werde, ganz schnell noch mal: danke.
Und jetzt gehe ich nachschauen, was Miss Sophie in der Küche anstellt. Euch allen wunderschöne Weihnachten, möglichst mit den Wesen, die euch am allerliebsten sind auf der Welt!

Miss Sophies Adventskalender 2018 #23

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23

Das hilft ja super, wenn man die Fotos schon vorbereitet, aber dann erst deutlich nach zehn Uhr aufsteht, haha! Ich vernachteule gerade, wie immer in den Schulferien.

Heute verlose ich  zum vierten Advent einen Briefumschlag voller Aufkleber. Zum Beispiel solche hier:

vinyl-aufkleber_hunde

Das sind Aufkleber aus Vinylfolie, mit dem Plotter ausgeschnitten. Von den meisten Oberflächen lassen sie sich wunderbar wieder ablösen und woanders wieder aufkleben.

Ich hab natürlich auch Miss-Sophie-Sticker geplottet. Aber Miss Sophie ist beleidigt und findet, sie ist nicht gut getroffen.

Die Eichhörnchen sind ausgestanzt. Bisschen friemelig abzubekommen, geht aber noch, und ich bin ja immer auf der Suche nach Einsatzmöglichkeiten für meine Stanzer, um zu behaupten, dass ich aus gutem Grund so viele habe.
Manche Materialien, gerade wenn was Klebfreudiges dabei ist, verrutschen dabei gern ein bisschen, da hat sich sehr bewährt, noch eine Lage Papier dazwischenzulegen. Auf welcher Seite, muss man ausprobieren, meist aber auf der Klebseite (oder in sehr widersoenstigen Fällen auch mal auf beiden).

vinyl-aufkleber_miss-sophie

Ausschneiden kann aber nicht nur der Plotter, ich kann das auch! Das sind Etiketten, gestempelt und ausgeschnitten. Ich experimentiere gerade damit, Etiketten auf Vinylfolie zu kleben und dann zu bestempeln, weil es so wirklich sehr fummelig ist, die Aufkleber abzubekommen.

papieraufkleber

Zu den Aufklebern lege ich noch Briefmarken, die kleben schließlich auch (sind abgestempelte, klar, aber alles Tiere). Und der Gewinner darf sich gern ein Motiv für Vinylstempel wünschen (Hunde und Miss Sophie sind auf jeden Fall dabei, aber wer sich bestimmte Vinylaufkleber wünschen würde: einfach Bescheid sagen). Farben: schwarz, rot, hellgrau, so, hm, mittelgrün und gelb.

Musikalisch wird es heute schon ordentlich weihnachtlich.

Das Video ist in einem Rutsch abgedreht (oder zumindest nahezu, ganz sicher bin ich nicht), ich hätte wahnsinnig gern zugesehen. Der lange Tunnel liegt, soweit ich weiß, in Chemnitz.
So, jetzt aber schnell raus mit dem Ding, ehe es elf wird! Wer Aufkleber und Briefmarken gewinnen möchte, kann bis Montagnacht kommentieren (ja, Montag – ich lose morgens am 1. Weihnachtstag aus). Wenn ihr schon wisst, was für Viecher ihr gern als Vinylaufkleber hättet, könnt ihr das, wenn ihr möchtet, natürlich auch schon dazuschreiben, ansonsten frag ich dann noch mal nach.

Ich wünsche ein schönes, entspanntes Reinschlumpfen gen Heiligabend. Wir haben noch nicht alles eingepackt, ich gedenke das aber heute noch zu tun. Und mit einem Freund treffen werde ich mich gleich noch. Und bisschen arbeiten. Ansonsten aber heute nix vor, hurra!

Miss Sophies Adventskalender 2018 #22

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22

Miss Sophie wagt, was nur wenige wagen – sie wagt sich als Maus auf die Komodo-Inseln!
(Muss man sich übrigens inzwischen echt leisten können, die Preise für das Betreten der Insel wurden exorbitant angehoben. Angeblich zum Schutz der Natur. Ich weiß ja nicht … da täte es doch auch eine Begrenzung der Besucherzahlen? Oder hat das gute Gründe? Ich wüsste ja sehr gern, wie viel Gelder da tatsächlich der Natur zugutekommen und wie viel eher der, hust, menschlichen Natur. Aber wohlan, hoffen wir mal einfach das Beste!)sophie_auf_komodo1

Der Komodowaran oder auch „Komododrache“ ist mit bis zu drei Metern Länge die größte lebende Echse unserer Zeit. Ach was, das stimmt ja gar nicht, schimpft das Nilkrokodil, das locker doppelt so lang wird. Na gut, dann eben: das größte Schuppenkriechtier. Ich hab ihn allerdings nicht ganz in Originalgröße geschnitzt.
In „Die Letzten ihrer Art“ erzählt Douglas Adams von Karten, auf denen Seefahrer bei manchen Inseln zur Warnung vermerkten: Hier Drachen. Nur auf wenigen solcherart bezeichneten Inseln wird das so wahr gewesen sein wie auf Komodo.

Der Komodowaran hat eine ganz entzückende Jagdtechnik. Seine größte Beute sind die Hirsche der Insel. Nun gibt er sich aber nicht damit ab, sich an ihnen festzubeißen und sich durchschütteln und ärgern und am Ende gar verletzen zu lassen, o nein. Er geht hin, beißt rein und wackelt wieder weg. Lange glaubte man, in seinem fürchterlich stinkenden Maul befinde sich ein derart hochpotenter Bakteriencocktail, dass die Wunden kaum mehr verheilen, schlimmer noch, sich infizieren. Inzwischen weiß man, dass der Komodowaran giftig ist, die ekligen ollen Bakterien kommen einfach nur obendrauf. Also beißt so ein Vieh eine für den Nahkampf zu groß geratene potenzielle Beute lieber nur und lässt sie dann laufen. Er verfolgt sie nicht, er latscht einfach weiter. Vielleicht trifft er schon zehn Meter weiter auf das Geschenk eines Kollegen – ein verendendes oder zu seinem Glück bereits fertigverendetes anderes Stück Wild, das woanders und von einem anderen gebissen wurde. Sie teilen nur indirekt, aber das immerhin schon.sophie_auf_komodo

Also Vorsicht, kleine Miss Sophie! Nicht beißen lassen!

Zwei etwas nettere Echsen: Eine gelbe Ton-Echse, die auf meiner Fensterbank wohnt (allerdings eigentlich nur von Frühling bis Herbst, dann wird es ihr zu kalt) und der wohl erste Stempel, den ich je geschnitzt habe. Und zwar für die Sommerpost 2013. Puh, ist das lange her!! Danach hat es noch ordentlich gedauert, bis ich entdeckt habe, was mit dem richtigen Material alles möglich ist – damals hab ich einfach mit meinem schrottigen alten Linolwerkzeug aus der Schule Radiergummis beschnitzt. Ich glaub, ich mach noch ein paar neue Eidechsen. Vielleicht mit Kringelmustern wie die gelbe oder so.

echsenbegegnung2

Miss Sophie ist müde von ihren ganzen Abenteuern und legt sich in der zum Glück sehr stabilen Eidechsenschwanzkrümmung ein bisschen schlafen.echsenbegegnung

Musikalisch heute jemand, der auch sehr müde war.

 

Viele sagen: „Ach ja, Drogen. Und dann durchgedreht.“ Das ist auf die übliche verkürzende Art gemein, die man oft an den Tag legt, wenn man sich nicht wirklich interessiert, aber gern ein bisschen zeigen will, dass man weiß, wovon man redet. Kurt Cobain hatte chronische (körperliche) Schmerzen, die er mit Heroin zu betäuben versuchte. Und er litt noch an einer anderen Krankheit – dieses fast absurd hübsche Menschenkind fand sich unzumutbar hässlich. Deshalb die oft sackartigen Klamotten – das hatte wohl weniger damit zu tun, dass er lässig sein wollte. Er wollte sich verstecken.

Kurz gebrannt, aber heftig. Ich hätte ihm mehr Glück gewünscht. Auch wenn wir dann womöglich weniger (oder ganz andere) Musik gehabt hätten und eine Legende weniger. Eine Legende zu sein ist aber wohl meistens für die Legende selbst eher fürn Arsch, Ausnahmen ausdrücklich vorbehalten.
Als ich mich ernstlich für Musik zu interessieren begann, war Cobain schon tot. Eine Bekannte von mir hat es sozusagen „miterlebt“, also im zeitlichen Kontext; sie war eine von jenen vielen, durch deren Leben ein heftiger Ruck ging, als er sich erschossen hat. Das Fohlen, das sie damals nach ihm benannt hat, ist inzwischen, so es heute noch lebt, vierundzwanzig Jahre alt.
Ist es nicht verrückt, was dieser Aufzeichnungseifer unserer Spezies mit unserem Leben macht? Ohne Aufzeichnungen wäre alles, wirklich alles anders. Wir würden nicht lesen, nicht schreiben, wir würden nicht jemandem lauschen, der schon lange, lange tot ist, und wir würden ihm nicht, wenn alles schon längst vorbei ist, wünschen, er hätte ein Leben gehabt, in dem er all das, was gut und schön daran war, auskosten konnte. Ohne dass irgendein Leid, eine Krankheit, ein Schmerz, ein Irgendwas ihm alles aus den Händen reißt. Menschen sind so unglaublich zäh und so unglaublich zerbrechlich.

Morgen übrigens wieder pünktlich am Morgen (na, pünktlich, so zwischen acht und neun), ich hab sicherheitshalber schon Fotos gemacht. Hust. Und morgen dann die letzte Adventsverlosung, denn am Montag, so verrät mir das aufgeregte Kind etwa im Halbstundentakt: Heiligabend!
(Nur falls ihr das nicht mehr auf dem Zettel habt. Ist echt schon so weit!)

 

Miss Sophies Adventskalender 2018 #21

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Landunter, oje! Draußen wettertechnisch, drinnen, weil ganz viel auf einmal. Darum heute so spät, aber immerhin doch noch heute.

landunter.jpg

Ich habe echt viele Fischbriefmarken. Habe keine Ahnung, wie mir das passiert ist, aber Miss Sophie findets super!

Tückisch ist das hier im Norden. Erst sieht es so harmlos aus, und man will bis zu der kleinen Nordseeinsel da drüben übers Watt laufen. Aber auf nicht mal annähernd halbem Wege dann auf einmal die Flut, schluck und wech. Darf man nicht unterschätzen. Ungefähr so heute bei mir nämlich auch. Ach, tüdelü, ganz bequem – ups. Aber ertrinken werde ich nicht, keine Sorge. Ich kann mir ja jederzeit ein Boot stempeln!

schiffstempel

Passend zum landunter heute ein Nordseelied.

Ist historisch betrachtet übrigens höchstwahrscheinlich totaler Quatsch. Ein Nordseemärchen. Dass man Rungholts Glocken bei ruhigem Wetter unter dem Wasser läuten hören kann, ja eh, aber auch der angebliche Reichtum der Stadt. Der wurde mit den Jahrzehnten immer größer, damit man sagen konnte, seht ihr, Reichtum und Hochmut und so, geht nicht gut, da kommt Gott mit seinem Eimer vorbei und nordet den Übermut wieder ein. Nein – die Stadt stand einfach nur auf torfigem Untergrund, den hat es bei der Sturmflut weggespült.
Aber schön dramatisches Lied, schön dramatische Geschichte trotzdem.

Miss Sophies Adventskalender 2018 #20

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Das Kind und ich lieben die Anton-Geschichten von Ole Könnecke. Miss Sophie wollte auch mal reinlesen. Wenn Miss Sophie Bücher liest, wird es ja meistens ein bisschen, hm, konkreter als bei anderen.

und_miss_sophie

Der kleine Hund, der durch mehrere der Anton-Bücher springt, hat es ihr sehr angetan. Da hab ich ihr ein paar davon als Stempel geschnitzt.wuff

Aber was ist das? Bekommt Miss Sophie etwa Streit mit Lukas?
Sie nimmt das mit dem Lesen wirklich ein bisschen zu ernst!pruegelei_mit_lukas

Also wirklich … sehr ernst! Aber … Miss Sophie?
Von der Seite hab ich sie ja überhaupt noch nie erlebt!ameisen_sophiemonster

Zum Glück haben sie sich wieder vertragen. Nur Lukas ist noch ein bisschen nervös. Aber der kriegt sich schon wieder ein. Ist ja schließlich fast nichts passiert, und den abgebissenen Finger kann Ole Könnecke ihm ja ruckzuck nachzeichnen. Immerhin weiß er jetzt, dass man keine kleinen rosaohrigen Mausemädchen aus gutem Hause anschreit, ihnen gar mit der Faust droht. Nein, das macht man wirklich besser nicht.saft_und_kekse

Nachdem wir das Buch fertiggelesen haben, ist Miss Sophie auch wieder ganz friedlich und widmet sich ihren zahlreichen neuen kleinen Hundekumpeln.bunterhundeteller

Musikalisch heute eins meiner Lieblingsstücke aus dem Cirque Du Soleil. Bisschen melancholisch, aber ich liebs ganz schrecklich. Und auch immer mit dem Gedanken, dass das Fallenlassen gar nicht immer gut gehen muss. Kann, nicht muss.

 

 

Mehr darf ich nicht schreiben, sagt Miss Sophie. Weil: Immer dieses lange Gelaber. Ich soll meine Hände lieber zum Plätzchenbacken verwenden. Da heute der erste Tag der Schulferien ist, ist auch das Kind schwer dafür.

(Gelesen haben wir übrigens: Anton und die Spielverderber.)

Miss Sophies Adventskalender 2018 #19

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19

maike muss aaaaabeiten. darum helfe heute ich.
ich hab was für euch richtiggedichtet. achtung.

misssophiehilft.jpg

vom mauseloch, da komm ich her.
ich bring euch gutes neues mehr,
vom guten mehr bring ich so viel,
davon ich singen und sagen will

euch ist ein käse heut geborn
von miss sophie auserkorn,
ein käselein, so zart und fein,
dass ich es schon gegessen hab.
reimt sich ja ganicht.

dieser murphy, lieber gott,
der frisst ehrlich jeden schrott,
er will mülleimer wohl sein,
tut da ruhig fast alles rein.
haha
oh, ich kann kein ausrufezeichen machen, da braucht man zwei tasten auf einmal. doof.

jetzt lasst uns alle fröhlich sein
wir stopfen essen in uns rein,
bis uns fast das bäuchlein platzt
und danach wird schön geratzt
ich habe übrigens noch gar kein richtiges bett. ich schlafe in einer streichholzschachtel. könnte man auch mal ändern ausrufezeichen ausrufezeichen ausrufezeichen

so. musik.

weil ich das mag.
wenn ihr maikes laberlaberlaber wollt, müsst ihr bei gestern gucken, mir tut jetzt der po weh vom tastenhopsen.

Miss Sophies Adventskalender 2018 #18

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18

Wir haben noch mehr ungenießbare Plätzchen gebacken! Gestern Lebkuchenelche, heute Radierkekse.
Das Kind ist momentan großer Radiergummifan.
(Das hier ist womöglich als so eine Art Werbung zu verdächtigen, deshalb schwöre ich hiermit feierlich, dass ich die Radiergummiknetemacher nicht kenne und sie mich auch nicht.)

Das hier ist kein Radiergummi, das ist eine Silikonform. Für Schokolade, Eiswürfel, Fondant (vor allem für Fondant, glaube ich), Wasweißich und natürlich Radierdinos.
Mir ist nämlich so eine komische Radierknete in die Hände gefallen, die ich trotz eines gewissen Misstrauens mal ausprobieren wollte. Mein erstes Radiertier war ein Fisch, den ich gerade nicht finde. Die Farben verbinden sich nur durch ordentlich Druck richtig (wobei – mittlerweile glaube ich, man kanns auch prima übereinanderschmieren, da ist bestimmt eine Menge machbar für begnadete Knetmodellierer, zu denen ich nicht zähle), und da dachte ich mir, eigentlich müsste so eine Silikonform doch perfekt sein.radiertier01

Erst muss man die Knete aufwärmen. Ist ganz ähnlich wie Fimo, ein bisschen widerborstiger und gummimäßiger und weniger verschmierbar, aber bei der Verarbeitung und vom Anfühlen her im Wesentlichen doch sehr ähnlich.radiertier02

Das hier ist mein vierter Dino, ich hab schon ein bisschen rumgeübt und festgestellt, dass es sich bei mehrfarbigen Versuchen sehr empfiehlt, Farbakzente in sehr homöopathischer Menge in die Form reinzuschmieren und dann schon mal durch eine flache „Platte“ aus der Hauptfarbe zu fixieren. Sonst landet der Rückenfleck am Hals und das Auge am Hintern.radiertier03radiertier04

Danach auffüllen …radiertier05

… und ordentlich rumdrücken. Auch von den Seiten, nicht nur von oben. Weiß nicht, ob das sein muss oder nicht, aber es scheint nicht geschadet zu haben, und da das Kind mit seinen Radiertieren gern spielt, sollten sie so stabil wie möglich sein.radiertier06

Vorsichtig aus der Form drücken, und voilá – kleiner Dino. Halskrause bisschen, äh, minimalistisch angelegt. Aber immerhin, Auge getroffen!radiertier07

Wir sind dann ein wenig in Produktionsrausch geraten. Die bunte Schildkröte unten rechts hat das Kind quasi allein gemacht.radiertiere

Fazit: Ja, hm. Kind seeeeeeeehr glücklich. Ich weiß nicht so recht. Ich arbeite lieber mit organische(re)n Werkstoffen, Wolle und Holz und Stoff und, öh, Stempelgummi (hust). Es riecht auch nicht so sehr gut im Ofen, eben sehr ähnlich wie Fimo. Die fertigen Radiertiere radieren ziemlich brauchbar. Aber so ein ganz klein wenig faszinierend ist das schon. Nur unbefriedigend mit den Formen. Sehr schnell, aber bisschen unbefriedigend. Ich will schließlich nicht erst eine Tukan-Form kaufen, wenn ich einen Radiertukan haben will. Also – so richtig der Dauerbrenner wird das hier nicht, aber es hat mich schon durchaus vergnügt, und das Kind ist hin und weg vor Entzücken, dass es sich Radiergummitiere selbst machen kann. Die Farben lassen sich sehr schön mischen.

Miss Sophie überlegt auch noch, wie sie das finden soll.schildkroetensophie

Musikalisch heute keinen Geheimtipp, sind inzwischen ganz schön bekannt:

 

 

Adam Green war ja auch so ein Phänomen, wa, sehr jung, aber dann so STIMME. Bei Henning May finde ich ein bisschen unheimlich, dass nicht nur die Stimme uralt ist, sondern er auch so eine Souveränität auf den Tisch knallt, dass man denkt, what, kann doch gar nicht sein, bissu aus Versehen schon hundertdreißig, oder was? Ist er nicht, kann aber trotzdem sein. Also der Kontrast kann sein, denn der Kontrast ist ja da, und somit hat er sich selbst bewiesen. Ich weiß nicht, was die Natur mit manchen Leuten so anstellt, aber es ist jedenfalls herrlich irritierend. Definitiv einer der Menschen, bei denen ich erleichtert bin, wenn er auch mal so ganz normal menschlich albern ist.

Was ich grandios finde: Ich war letztes Jahr auf einem Konzert, und da hat etwas geklappt, was noch im Vorjahr nicht ganz hundertprozentig hingehauen hat: Kein. Smartphone. Im. Publikum. Keins! Die Band hat ein Lied extra für beziehungsweise gegen Smartphones im Publikum. Und es wirkt, es werdenwurden immer weniger. Ach, das verlink ich auch noch mal. Gefällt mir mordsgut, da könnte ich vor lauter Dankbarkeit glatt heulen, weil mich dieser Handyscheiß so nervt. Nachdem die doofe LP einen der doofen Handyschwenker letztes oder vorletztes Jahr oder so extra „belohnt“ hat, indem sie dessen Handy genommen und damit selbst gefilmt und es wieder zurückgegeben hat (Mannmannmann), bin ich doppelt und dreifach begeistert davon, dass das auch anders geht.

 

Ist Dienstag, oder? Hopp hopp, auf zum Creadienstag, ihr Schildkröten und einseitigen Saurier!

 

 

Miss Sophies Adventskalender 2018 #17

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Eine Woche noch bis Weihnachten. Zeit fürs Plätzchenbacken! Ich verrate euch heute ein ganz einfaches, extrem ergiebiges Rezept, bei dem man nicht mal Teig ausrollen muss.

Ihr braucht ein bisschen leckeren Factis-Fertigteig (ich nehme den blauen, weil ich kein weißes dahabe, ist mir zu bröckelig. Für diesen einen Zweck aber dürfte das weiße ideal sein und besser geeignet als das blaue). Und eine Ausstechform eurer Wahl.

elchkeksstempel01

Die Ausstechform elegant auf dem Teig platzieren und superschlecht fotografieren …elchkeksstempel02

… und feste draufdrücken. Aber nicht mit der bloßen Hand. Weil au. Echt. Au! Habs extra für euch ausprobiert, ist nur für Fakire, Masochisten und wirklich ganz doll Entschlossene zu empfehlen.elchkeksstempel03

Klötzchen oder so drauflegen ist viel besser. Und dann auf den Fußboden legen. (Wer schlau ist, legt alles zuerst auf den Fußboden, statt es auf dem Tisch aufzubauen und dann runterzuräumen, aber mir war nicht klar, wie widerborstig das mistige alte Factis sein würde, und Handstand kann ich natürlich voll gut, wollte ich aber gerade nicht. Und wenn ich auf den Schreibtisch klettere, regt sich der Hund immer so auf.)elchkeksstempel04

Unbedingt ein paar Seiten fertigkorrigiertes Manuskript unterlegen. Habt ihr keins da, braucht ihr eine ähnlich schmackhafte Alternative, aber ich würde schon empfehlen, mit einem Originalmanuskript zu arbeiten.
Auch wichtig: Ringelsocken. Je bunter, desto besser, meine Socken repräsentieren das absolute Minimum.
Es ist unter Umständen hilfreich, wenn man den Stand auf einem Bein und ein bisschen nachdrücklich Herumwackeln ohne Umkippen beherrscht. Also quasi wie Yoga auf einem Klötzchen auf einer Keksform auf einem Factis-Teig auf einem Manuskript. Wer keine Yoga-Erfahrung hat, hält sich bitte mit einer Hand irgendwo fest.
Kichern und Fluchen erlaubt, wirkt sich weder positiv noch negativ auf den späteren Keksgeschmack aus.elchkeksstempel05

Fertiggewackelt. Wozu etwas unterlegen? Darum. Also – wer seinen Boden nicht sehr liebhat, kann natürlich auch ohne Unterlage arbeiten, klar.elchkeksstempel06

Hahaha, voll großartig!elchkeksstempel08elchkeksstempel09elchkeksstempel10

Kann man so schon stempeln, schmeckt aber noch nicht sehr gut. Weil es noch Verzierung braucht, nämlich.elchkeksstempel_ausgestochen

Ordentlich Zuckerguss mit dem Schnitzmesser applizieren!elchkeksstempel11

Und schwupps, kann man im Handumdrehen große Blecke voller Lebkuchenelche backen. Kalorienarm und zuckerfrei – stempelt so viele, wie ihr nur wollt, keiner davon landet auf euren Hüften! (Es sei denn, ihr stempelt ihn mit Absicht dorthin.)elchlebkuchenblech_dunkel

Musikalisch heute Cat Stevens. Damit sich meine freche Mutter heute mal freut und nicht seufzend den Kopf schüttelt und mir erklärt, sie würde natürlich aus lauter Neugier immer reinhören, aber dann oje.
Ich freue mich aber auch. Ich erinnere mich noch genau, wie sie dieses Lied hier manchmal, als ich noch klein war, laut aufgedreht und dazu getanzt hat.* Meine wunderschöne, durchgeknallte Mutter, die in Griechenland ganze Horden Griechen beim Sirtaki in Grund und Boden tanzt. Legt euch bloß niemals mit ihr an, wenn sie schon ein Glas Rotwein getrunken hat. Dann blitzen ihre Augen derart übermütig, dass ich selbst als Tochter Mühe habe, mich nicht Hals über Kopf in sie zu verknallen.

 

*Übrigens Vinyl. Mein Vater hatte eine ganze Weile einen Computerladen, aber wir hatten zu Hause keinen Computer. Es gab schon sehr lange CDs, aber bei uns gab es Kassetten und Schallplatten. Die Blicke von Freunden, wenn sie das gesehen haben, haha! Mich hat es nie gestört. Außer, wenn mir Freunde CDs ausgeliehen haben, die ich dann nur sehnsuchtsvoll angucken und in der Sonne bunt aufblitzen lassen konnte. Deshalb hatte ich dann doch irgendwann in meinem Zimmer einen CD-Player – das revolutionärste Stück Hightech im ganzen Haus. (Inzwischen wohnt aber neben dem lieben alten Röhrenfernseher immerhin längst ein DVD-Player.)
Nicht hauen, Mutsch. Ich hab Dich schrecklich lieb. Und einen Elchkeks extra für Dich hab ich auch aufbewahrt!

ein_elchkeks

Miss Sophies Adventskalender 2018 #16

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Büchner öffnen Tore. Ich habe meine halbe Kindheit in Afrika, auf Madagaskar und Borneo verbracht. Dorthingereist bin ich, indem ich ein Buch aufgeschlagen habe.

miss_sophie_echse

Sind natürlich, wie auch außerhalb der Buchdeckel, sehr unterschiedlich angenehme Erfahrungen.miss_sophie_mittendrinmiss_sophie_unterwassermiss_sophie_unterwasser2

Aber wer fliegen will, kommt ums Lesen nicht drumrum.miss_sophie_vogel

Heute verlose ich eins der schönsten Bücher, die ich kenne (nachträgliche Ergänzung: also inhaltlich schön, die oben abgebildeten Bilder stammen aus Animals: 1419 Copyright-Free Illustrations): Die Letzten ihrer Art von Douglas Adams. Allerdings nicht im Hardcover wie abgebildet, sondern als Taschenbuch. Die finde ich nur gerade nicht. Und ja, die, ich kaufe nämlich mehrmals im Jahr ein paar Exemplare und verschenke sie zu sich bietenden Gelegenheiten. Weil ich dieses Buch so wahnsinnig gern mag und mich der Gedanke, dass es jemandem entgehen könnte, der es ebenfalls geliebt hätte, sehr betrübt.die_letzte_ihrer_art

Wer gemeinsam mit Douglas Adams und dem Zoologen Mark Carwardine auf Reisen gehen möchte und einzigartige, absurde und leider bedrohlich im Schwinden begriffene Tierpopulationen bestaunen möchte, die Douglas Adams so urkomisch und liebevoll beschreibt, dass man vor Lachen und Schmerz fast explodiert (also jedenfalls tut man das, wenn man ich ist): Schreibt es im Kommentar oder per Mail an

mail

(ist eine Grafik, nicht kopierbar, muss man abtippen). Morgen früh vor der Schule zieht das Kind einen Gewinner – wer bis 7:00 schreibt, kommt mit in den Lostopf.
Wer dazuschreibt, welches Tier ihn selbst besonders begeistert, geht mit zwei Zetteln in den Lostopf. (Warnung: Könnte sein, dass ich dann noch ein kleines tierspezifisches Extra mit einpacke. 😉 )

Musikalisch heute wundervoll passend:

 

 

Es ist ganz eventuell möglich, dass eine Freundin und ich mal auf einer Greenpeace-Weihnachtsfeier dieses Lied irgendwie in den CD-Player fabriziert haben. Um einfach mal zu gucken, wie die Reaktionen ausfallen.
Waren sehr unterschiedlich. Sagen wir es einfach mal so: Es gibt eine Menge Greenpeacer mit Humor. Und ein paar ganz ohne. Beziehungsweise nein, das geht sicher zu weit, aber wenn sie Humor haben, dann einen ganz, ganz anderen. Hahahaha, das war wirklich ganz fantastisch schön. Seit Hund und vor allem Kind da sind, bin ich nur noch Fördermitglied, aber manchmal vermisse ich die aktiveren Zeiten schon spürbar.

Habt einen schönen dritten Advent und lasst euch nicht ärgern!