Präösterliche Stempelschafe

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Ehe ich morgen ganz früh auf die Buchmesse enthopse, bewerfe ich euch noch ein bisschen mit Schafen. Mir ist schon fast ein bisschen österlich zumute, aber ich finde es ganz entschieden noch zu früh für Hasen (also nicht für echte, aber für österliche). Schafe hingegen gehen immer, zu Weihnachten, zu Ostern oder eben dazwischen.

gestempelt_karte_schafe.jpg

Und weil sogar eine Stempelblume darauf ist (beziehungsweise deren sogar zwei) …

stempelschaf_mit_blume

… wird das Ganze für Frau Müllerins schöne Frühblüher-Sammlung vermustert.

klein_stempel_schafe_stamp_

Quasi Rapport-Schafe – mit Rapportstempeln habe ich gerade ein bisschen rumexperimentiert, das macht leider auch schlimm süchtig. Nach der Messe mehr (also mehr über Rapportstempel, nicht mehr süchtig. Hoffe ich jedenfalls).

Hier scheint die Sonne ganz selbstvergessen vor sich hin, drum war ich heute früh mit Kind und Hund unterwegs und danach, als das Kind im Kindergarten war, noch eine ganze Weile nur mit Hund – im Moment rast die Zeit so, dass ich zum ersten Mal in meinem ganzen Leben noch gar nicht mit dem Jammern über den langen Winter angefangen habe, da fällt schon der Frühling über Hamburg her. Schön!!

Gute Besserung für alle noch winterlich Angeschlagenen!

Gestempelte Stelzen

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Ich freue mich immer so über das schöne Wappentier von Ninas Blog, und es ist außerdem sehr schön kontrastreich und damit, was mir derzeit sofort ins Auge springt, ausnehmend stempeltauglich. Drum habe ich rasch einen Bachstelzen-Stempel geschnitzt. Also – so rasch, wie es halt geht, aber Ehrenwort, es geht viel, viel schneller als Filzen.

gestempelt_karte_bachstelze

(Endlich mal ein Stempel, wo ich von allen Schritten tatsächlich das Endergebnis am schönsten finde.)

Stelzendetail:

gestempelt_karte_bachstelze_detail

Graue Flächen sind so ne Sache, da werde ich mal ein bisschen experimentieren – das geht bestimmt noch grauer. 😉

Geschnitzt aus Soft-Cut-Platte, wie fast immer. Und jetzt flattert die kleine gestempelte Stelze beim Freutag vorbei. Hopst schön ins Wochenende!

fearful of little

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Ich mags ja gern doppeldeutig.

Muss ich aber noch mal neu machen – in schwarz hat mir nämlich der Elefant besser gefallen. Und die Maus hätte ich gern ein bisschen, hm … erkennbarer.

(Der Stempel ist aus einer weichen Softcut-Scheibe geschnitten – schwieriger mit den klaren Linien, nimmt aber die Farbe schöner auf als die härtere Version und gibt sie auch freigiebig wieder ab, damit zu stempeln ist sehr angenehm. Dasschnitzenselbstehersomittel.)

Ab damit zum Freutag, ab mit mir zurück an die Arbeit, husch husch! Rutscht schön ins Wochenende!

Giraffenmuster

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Endlich mal wieder ein Filztier nach all der obsessiven Stempelei, und dann gleich ein großes – ein noch etwas undefinierbares Filzgiraffentier, das noch unter die Nadel muss. Die Augen filze ich mittlerweile immer trocken auf, außer bei ganz seltenen Ausnahmen, wo sie gestickt sind (das sind dann meist Tiere, die in Kinderhand gehen, sowie die Elefanten) oder aus Plastik (wie bei den Totemtieren). Aber auch feinere Konturen, Vertiefungen wie etwa die Nüstern, kleine Details bei den Ohren und so kommen erst mit der Nadel hinzu.

filz_giraffe2.gif

Vieles kann man auch problemlos beim Walken erstaunlich genau modellieren, ganz ohne Nadel. Ich will schon seit Ewigkeiten mal verschiedene Stadien fotografieren, habe ja aber immer so arg nasse Hände dabei. Jedenfalls ist es ein ganz deutlicher Prozess – erst ist alles flutschig und rutschig, und man muss sehr vorsichtig sein, damit sich die Wollschichten nicht voneinander lösen. Dann ist alles gut miteinander verbunden („angefilzt“), aber noch weich und teigig. Irgendwann, je nach Wollsorte nach mehr oder weniger irrsinnig viel Geknete, wird die Angelegenheit fester (ich beschleunige das durch gelegentliche, reichlich brachial wirkende Ganzkörperknautschungen). Und dann kommt mein Lieblingsstadium, in dem die Wolle wirklich formbar wird und aus dem Dings allmählich ein Tier wird. Dann schreie ich eigentlich immer verzückt: „Oooooh! Das wird ja doch was!“ Und der Mann sagt mit tagesformabhängig unterschiedlich ausgeprägtem Augenrollen: „Wie absolut unerwartet, wie konnte das denn passieren?“ Aber ich staune tatsächlich immer wieder, dass das wirklich funktioniert. Dass aus dem anfänglichen Woll-Sabsch wirklich ein Tier wird.
Am längsten dauern Beine, vor allem so lange.

Die frisch gefilzte Giraffe ist noch ein bisschen schüchtern.

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Vor einem total tarnenden Hintergrund versteckt. Bleibt festzuhalten: Definitiv keine Chamäleontalente.

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Marschiert auf staksigen Beinen zum Creadienstag und zu den Dienstagsdingen. Euch (nachdem der Montag schon geschafft ist) eine schöne Woche!

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Stempelschweinereien

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Der Kleine hat ein Schwein gezeichnet, das mir ganz ungeheuer gut gefällt. Zuerst habe ich überlegt, es als Stofftier zu nähen, aber Stempelschnitzen geht schneller.2ferkel

Ich habe mir angewöhnt, die Stempelwerdung sozusagen zu dokumentieren – ich stemple auf festem Karton die unterschiedlichen Stadien ab, vom ersten Umriss bis zum fertigen Viech. Mir haben die Blätter mit den Teststempeleien oft so furchtbar gut gefallen, dass ich sie am liebsten behalten hätte, aber mit denen lässt sich ja nur bedingt was anfangen – bei diesen Postkarten hingegen bin ich ganz betrübt, dass ich im Schnitzrausch meist nur eine Karte mache. Und eine zweite kann es ja nicht geben, sobald die Stempelwerdung weitergediehen ist.

Der Ferkelstempel ist auf einem durchgesägten Bauklötzchen montiert (= mit doppelseitigem Klebeband festgepatscht), den das Kind zur Verfügung gestellt hat, das Herz, das bald zu einer Freundin ziehen wird, auf einem ausgedienten Dame-Stein.ferkel_mit_herz

Das fleckige Ferkel hat auch eine Mama. Die allerdings wird wohl zu einer Stempelschwester schrumpfen müssen … bisschen arg groß geraten fürs Stempelkissen.stempelsau2

Und den Geist hier mag ich auch, obwohl seine Außenlinien (mehr oder weniger) dem Verlauf einer Schablone folgen – das Gesicht aber ist per Hand dazugezeichnet und gefällt mir sehr. Dasselbe schiefe Grinsen wie bei der Schweinemama.geist

Nächste Woche dann auch endlich mal wieder etwas Gefilztes. 😉

In Farbe und bunt!

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Am Wochenende sind hier lauter bunte Stempelkissen eingezogen. Da ist gerade Schluss mit der vornehmen Packpapier-und-schwarz-weiß-Eleganz … das Kind und ich baden im Farbenrausch.

cat-and-fish

Und ganz vielleicht ist mir am Wochenende auch ein mopsiges kleines Katzentier passiert (Simon’s Cat, die glatt eine Hommage an eine unserer beiden sein könnte, hat der Kleine als Motiv auserkoren, sogar noch VOR dem Skorpion und dem Velociraptor, die ich als nächstes schnitzen soll, wenn es nach ihm geht) – so ganz grafisch mit klaren Linien ist beim Zeichnen wenig Arbeit und übersichtlich, aber beim Stempelschnitzen das genaue Gegenteil, haha, da verliere ich vor lauter Flächenschnitzerei mitunter noch die Linie aus dem Blick. Findet jemand den Fehler?cat-and-fish2

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Fels in der Brandung

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Zwei Tage ist es her, dass der Papageitaucher eine Kontaktanzeige aufgegeben hat: „Papageitaucher mit gar nicht so schlimm kalten Füßen sucht kahlen Fels, um total drauf zu stehen.“
Von wegen, Kontaktanzeigen sind sinnlos und führen zu nix. Zackbumms, haben sie einander schon gefunden!

papageifels

Da war der Fels noch solo:felsstempel

Zwischenzeitlich hatte der Papageitaucher allerdings auch Ideen, wie er sich anderweitig behelfen konnte – so ein Masking-Tape-Fels ist nämlich auch nicht zu verachten.

doodle-fels

Und so ein Scanner übrigens auch nicht – es war schon zu dunkel zum Fotografieren, da hab ich die Karte einfach eingescannt. Klarer Vorteil von Stempeln und Karten gegenüber Filztieren … der grünäugige Bauch-mit-Drache-dran (bitteschön, es handelt sich um lupenreinsten Babyspeck) hat sich erboten, den Beweis anzutreten (ging allerdings immerhin besser, als ich vorher gedacht hätte!):scan-a-dragon

Gestern habe ich die ganzen Blätter mit Stempelprobierereien in die Kita gebracht, wo sich eine wilde Horde bastelwütiger Wuselzwerge mit solchem Eifer auf jegliches Material stürzt, dass man besser rasch aus dem Weg geht, ehe man gleich mitbemalt, beklebt oder Kopf voran in eine Klorolle gestopft wird – die unscharf fotografierten Papageitaucherfragmente hier mochte ich allerdings nicht hergeben, die gefallen mir super, ohne dass ich benennen könnte, warum – muss ich ja zum Glück auch nicht.papageitaucherfragmente

Nächstes Projekt: Spinnennetz-Rapportstempel. Ich will schon ewig lange einen Rapportstempel schnitzen (also einen, den man endlos nebeneinanderstempeln kann für eine beliebig große gemusterte Fläche). Ich bestaune mal wieder das Phänomen, dass ich mir vorher sehr ernst und aufrichtig sage: „Uff, DAS wird Arbeit!“, es mir aber insgeheim gar nicht glaube und dann später Bauklötze staune. Hihi. Und jajaja, ich hätte unbedingt mit etwas weniger Aufwendigen anfangen sollen, um das Prinzip zu raffen und zu erproben und so weiter, aber. Ich will nun mal einen Spinnenetzrapportstempel haben. Und einen Steampunk-Rapportstempel – da habe ich mir dann ja immerhin von beidem noch das Überschaubarere ausgesucht.nextplease

Und zum, Schluss noch eine Frage für Lutreolina crassicaudata (ich schreibe das auswendig und möchte einen Keks): Essen Papageitaucher eigentlich nebst Sand-Aalen auch See-Igel? Die beiden da unten überlegen noch, mich deucht aber, die Antwort entscheidet über Leben und Tod.see-igel

Das ganze Zeug schaut beim Freutag vorbei … obwohl natürlich, falls der arme kleine Igel gleich verspeist werden sollte, die Freuwürdigkeit dieses Freitags noch mal einer Revision unterzogen werden müsste. Habt einen sanften Rutsch in ein hoffentlich prachtvolles Wochenende!

Papageitaucherträume

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Der gestern geschnitzte Papageitaucher (im Englischen heißen sie Puffin – ist das nicht einer dieser kleinen delikaten Wirklichkeitsschnipsel, die beim Drandenken irgendwie mindestens nach frischgebackenen und puderzuckerüberstäubten Vanillekipferl aus der Küche der Lieblingsoma schmecken? Ich meine – Puffin? Really? Himmel, was ist die Welt oft großartig! Ich muss immer lachen und das Universum streicheln, wenn es mir einfällt) … also, wowarich? Der gestern geschnitzte Papageitaucher sehnt sich nach festem Boden unter den Füßen, nach kuschligem, behaglichem, heimatlichem, hm, Fels. Der schwebt nicht so gern da rum, im luftleeren Raum – dabei sind Papageitaucher trotz ihrer leicht pinguesken Optik nicht nur gute Schwimmer/Taucher und formidable Fischer, sondern auch erstaunlich passable Flieger. Viel passabler als ich jedenfalls, dabei habe ich schon viel und oft nach der Douglas-Adams-Methode trainiert (auf die Klappe fliegen, dabei aber den Boden verfehlen – der erste Teil klappt schon super). Sie erreichen im Flug Geschwindigkeiten von fast 90 Stundenkilometer. Denkt man nicht, wenn man sie so sieht – sie verwandeln sich in einen ganz anderen Vogel, sobald sie abheben.

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Ich habe mich letzten Sommer in Island in sie verliebt. Dabei habe ich gar keinen gesehen (also doch, schon, aber nur fliegend und nicht aus allzugroßer Nähe). Trotzdem sind sie auf Island allgegenwärtig, sie sind sozusagen das inoffizielle Wappentier dieser … uff. Dieser Insel? Dieser Welt. Für mich ist Island keine Insel, sondern eine ganz eigene Welt. Ich habs immer noch nicht verdaut und verkraftet. Auf gute Weise. Wenn ich die Augen schließe, bin ich wieder da, und es nimmt mir den Atem. Fels und Wildheit und raue Kargheit und Schwefelwasser und lauter kleines Herumgemensche auf der Kruste eines Planeten, der so unendlich viel älter ist als wir. Auf Island verabredet man sich immer nur in Provisoriumsform, wenn es nicht gerade innerhalb Reykjavíks ist – man weiß ja nicht, ob es klappt, vielleicht steht der Wind zur angepeilten Zeit so, dass es das Auto von der Straße wehen würde? Also trifft man sich entweder jetzt gleich oder „wahrscheinlich dann und dann“. So, wie es im Grunde immer ist, weil man ja niemals wirklich sicher weiß – aber in Island ist das Alltag, man ist dicht dran an der eigenen Fliegenschissigkeit-im-Kosmos. Beängstigend und herrlich.

Zu meinem Erstaunen habe ich festgestellt, dass sich viele Leute wundern, dass es die Damen und Herren Fratercula arctica auch auf Island gibt. Arktis, denken die meisten, Grönland, Bäreninsel vielleicht noch. Aber in Wirklichkeit haben sie ein viel weiteres Verbreitungsgebiet – sogar an den Küsten Irlands sieht man sie tauchen. Trotzdem gelten sie seit 2015 als gefährdet.

Mein Papageitaucher ist auch gefährdet, durch Trübsinn, des fehlenden Felsens wegen. Und wahrhaft, was würde ich ihn gern schnitzen, diesen Wunschfelsen, aber erst, und da muss ich leider streng mit dir sein, liebe kleine Maike, erst wird geschuftet. Erst die Arbeit, dann der Felsen. Seufz.
(Und mindestens einen Kollegen braucht das Tier auch noch. Man ist ja als Papageitaucher kein Einzelgänger.)pap_fels2

Ersatzweise erst mal so – Papageitaucher-Horde inmitten von Radiergummistempelfischen (letztere zusammen mit dem Kind geschnitzt).pap-ier.jpg

Der in Rauten befindliche Papageitaucher spaziert bei Frau Müllerins Muster-Mittwoch vorbei, die im Februar vornehm(lich) rautiert, und ich spaziere jetzt mal wieder zum wartenden Manuskript zurück, in dem zwar kein Papageitaucher vorkommt, dafür aber viel indisches Essen, das ist ja auch nicht nichts. Ihr Lieben, heute ist Mittwoch, die Mitte der Woche, was die Chancen auf ein Sams am Samstag erheblich erhöht, Daumen drücken, schön schuften oder faulenzen (was von beidem ist ganz egal, Hauptsache, ihr tuts aus vollem Herzen), mir fällt jetzt leider nix vertretenswert Prokrastinöses mehr ein, was heißt, ich muss jetzt wirklich an die Arbeit, grumpfgrumpf – habt noch eine schöne Woche!

pap-ier2.jpg

(Fischrauten, sozusagen. Hihi.)

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Noch mehr Tapire

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Zur Freude des ebenso tier- wie zahlenversessenen Kindes im Handumdrehen gestempelt: Tapirkarte.

tapirkarte.jpg

(Jaja, demnächst gibt es hier auch wieder was anderes zu sehen als gestempelte Tapire. Ein … gestempeltes Zebra vielleicht?)

Dank der Zahlen passt es endlich mal zu der schönen Papierliebe am Montag von frau nahtlust, hurra! (Monatsthema Februar: Zahlen.) Auf auf im Schweinsgalopp, ihr Viecher!

Und euch allen einen schönen Start in die Woche.