Happy Carfreitag …

Schlagwörter

, ,

… wünscht Miss Sophie!

carfreitag_miss_sophie1

Sie fährt aber wirklich fast nur an diesem einen Tag im Jahr Auto, an allen anderen Tagen baut sie das Auto zu etwas anderem um. Wegen der Umwelt. Und wegen der Nasenbärenhinterteile.

carfreitag_miss_sophie2

Die sitzen hier wirklich überall rum und blockieren die Straßen. Und dann Krawumms und vorbei der Spaß. Schlimm! Na, dann eben carfreier Tag. So. Ist sowieso ein Tag der Stille, Miss Sophie, also benimm dich!
(Wusstet ihr, dass heute Tanzverbot gilt? Natürlich nur zum Beispiel auf dem Kiez oder so, sonst hätten das Kind und ich uns heute schon strafbar gemacht.)

Zum Glück ist der Frontalzusammenstoß mit dem Nasenbärenhinterteil direkt neben der Fensterbankblumenwiese passiert, wo Miss Sophie sowieso parken wollte. Saxifraga (oder auch bürgerlich Steinbrech) – hab welche im Blumenladen um die Ecke erbeutet, hurra! Sie beugen sich schon nach zwei Tagen heftigst gen Scheibe und wollen mehr Licht. Gemach, Gemach, ihr Kleinen, ich trau dem Wetter noch nicht, und nach dem plötzlichen Schneematschfall vorgestern schon mal dreimal nicht. Nach Ostern, ja?

saxifraga.jpg

Und weil heute nicht nur C(K)arfreitag ist, sondern auch Freutag, freu ich mich noch rasch über eine Elchrettung. Ich habe ganz viele von diesen kleinen Ropebowls genäht und gestapelt, und ich benutze sie immer, um kleine Projekte drin aufzubewahren, bis sie fertig sind. Der Stapel war mal wieder leer, und ich hab in die besetzten Schalen geschielt, um zu sehen, welche Projekte ich mal fertigmachen könnte … da fand ich diesen winzigen Elch, den das Kind mir vor einer Weile aus dem Kinderzimmer angeschleppt hatte.

elch_in_der_schuesselelch_kaputt

Schaufel ab. Sozusagen Augeweiha. Ich hab ihn erst mal weggepackt, weil ich nicht wusste, wie reparieren. Klebe hält bei so etwas ja oft nicht gut (Sekundenkleber vielleicht doch? Hab ich aber nicht da.) Aber dann dachte ich, vielleicht kann man den nähen? Ich habe winzigkleine Nadeln hier, für winzigkleine Stofftiere (wie den Teddy hier), und Monofil-Garn, das ganz fein und trotzdem sehr reißfest ist. Also mal ausprobiert.

elchreparatur.jpg

Und tadaaaa, es hat geklappt, hurra!

elch_repariert

Habt wunderbare Feiertage, so still oder nichtstill, wie ihr es mögt!

 

Streu-Chamäleons und Retrotapeten auf der Fensterbank

Schlagwörter

, , , , , , ,

Bei Frau Müllerin streublumt es ein vorletztes Mal, und ich war faul. Das heißt, eigentlich war ich gar kein bisschen faul, war auf der Buchmesse eingeschneit und habe ein Chamäleon gefilzt (also – nicht gleichzeitig) und eins gestempelschnitzt und lauter Bücher gefunden und mein Arbeitszimmer teilaufgeräumt undundund, aber blumenfaul war ich. Darum hab ich den Plotter die Arbeit machen lassen und ihn eine ganz einfache Blume in unterschiedlichen Größen aus Vinylfolie ausschneiden lassen. Während er brummte und ratterte und ächzte und schuftete, hab ich Tee getrunken, Musik gehört und mit den Füßen gewackelt.

streublumen

Als ich diese klebrigen Streublümchen dann auf der Fensterbank ausgesät hab, musste ich allerdings sehr lachen – sieht aus wie eine Retro-Tapete, oder? Liegt das an den Hippiebus-Blumen? Oder an den Farben?

Miss Sophie gefällt es aber.

streublumen_miss_sophiestreublumen_miss_sophie2

Na gut, mir gefällt es auch, zumindest muss ich immer lachen, wenn ich es sehe, und irgendwie frühlingshaft macht sich das Ganze auch.

Das frischgefilzte Chamäleon findet Blumen doof. Frühling auch. Fenster doof, Sonne doof, Schnee doof, Wand doof, Welt doof, ich erst recht doof, alles doof. So.

chamaeleon_gefilzt_drahtlos1

Mein Regal auch doof, Schubladen doof, Miss Sophie doof. Und jetzt bitte nicht mehr weiterfragen.
Ist übrigens das erste Chamäleon, das ich ohne Drahtskelett gefilzt habe. Man kann es natürlich nicht so prima irgendwo hinsetzen wie die anderen, aber es ist (obwohl es Kuscheln auch sehr doof findet) wirklich viel kuscheltiertauglicher als die Brüder und Schwestern mit Draht, das steht mal fest! Den Schwanz musste ich ein bisschen nähen, damit er sich am Ende so schön rollt, da hab ich gepennt – ich hätte ihn auch einfach als „Klumpen“ filzen und dann die Vertiefungen hineinnadeln können.

chamaeleon_gefilzt_drahtlos

Obwohl das Chamäleon das erstaunlicherweise auch total doof fand, hab ich noch einen mehrteiligen Chamäleonstempel geschnitzt, dessen Einzelteile mal wieder nicht so ganz nahtlos passen wie gedacht. Hmpf. Muss ich noch mal richtig sorgfältig ran, nicht so schluderschluderhuschhusch. Aber nicht heute. 😉 Außerdem gefällt es mir trotzdem ganz gut.

streumaeleons_stempel_karte

Und mal schnell andere Chamäleon-Farbvarianten ausprobieren kann man so auch. Hurra!

chamaeleon_stempel_postkarte

So. ich muss jetzt mehr Streublumen plotten und das Kind damit bekleben. Ich hoffe, ihr habt es auch schön!

Black Cats of Inlé

Schlagwörter

, , , , ,

Kennt ihr das Black Rabbit of Inlé?
In Watership Down (deutsch: Unten am Fluss) hat der zarte kleine Fiver, Kaninchenbruder des deutlich kräftigeren Hazels, beängstigende Visionen: Das Schwarze Kaninchen kommt, um sie alle zu holen, und Blut überschwemmt in unaufhaltsamen Strömen die heimatlichen Wiesen. Dieses Schwarze Kaninchen hat El-ahrairah, der Vorfahr aller Kaninchen, ins Leben seiner Nachfahren geholt: Die ungehemmte Vermehrung des Kaninchenvolks und die Arroganz El-ahrairahs verärgerte Frith, der alles Leben geschaffen hat, der daraufhin anderen Geschöpfen Klauen, scharfe Zähne und Schnäbel gab und einen unstillbaren Appetit. Er sagt zu El-ahrairah:

“All the world will be your enemy, Prince with a Thousand Enemies, and whenever they catch you, they will kill you.“

(Richtig – Zeichentrick, aber kein Kinderfilm.)
Das Schwarze Kaninchen taucht in der Schöpfungsgeschichte als schwarzer Umriss auf – das Motiv hat etwas abgewandelt im Film Donnie Darko noch mal eine Neuauflage erlebt. Mich hat es durch meine Kindheit begleitet, es hat mich damals sehr beeindruckt, und ich mag es in seiner stilisierten Einfachheit immer noch gern, ebenso wie in seiner Ambivalenz.

black_rabbit_of_inle_stempel.jpg

Die Kaninchen also haben ihr Schwarzes Kaninchen, und wenn es ruft, dann müssen sie folgen. Was aber ist mit den Katzen, habe ich mich gefragt?

black_cats_of_inle_stempel

So. Sehr gut. Und wenn wir schon mal dabei sind – als Dackel brauchte ich die auch noch.

black_dachshounds_of_inle.jpg

Ich gebe allerdings zu, die Unheimlichkeit nimmt von Variante zu Variante ab.

blackrabbitofinle+dackel+katze

Wer jagt wen?

Durch Zufall entstanden, ich habe sehr gelacht – ausdrucksvolle Schattenaugen:

blackrabbit_stempel_eyes

Und wie (fast) immer mag ich den entstandenen Schmierzettel fürs Teststempeln und seitlich Drüberstempeln und Stempelabwischen besonders gern und schmeiße ihn in die Zettelsammlung, aus der ich noch Briefumschläge nähe.

black_cats_of_inle_stempel_schmierzettel

Die Black Stamps of Inlé wandern zum Creadienstag, und ich geh jetzt frühstücken. 😉 Habt eine schöne Woche!

Blumenrapport mit Saxifraga

Schlagwörter

, , , , , , , ,

Streublumen. Das diesmonatige Thema bei Frau Müllerin fügt meiner bisher außerordentlich überschaubaren Blumenstempelsammlung neue hinzu, die ich sonst nie gemacht hätte, und ich freu mich sehr darüber.
Der rechts ist wirklich sehr „streublumig“ (und war ein Arsch voll Arbeit, liebe Güte, was hab ich zwischendrin geflucht) und außerdem so groß, dass ich froh war, diese riesige Acrylplatte noch aus der Wühlkiste fischen zu können, die ich bis dato nie gebraucht hatte.
Der zweite Stempel links ist hingegen eher ein Maskingtape-Stempel. Blumenborte. Saxifraga, um genau zu sein, jedenfalls von Saxifraga inspiriert. Ich bin eigentlich für Rosa/Pink selten zu begeistern, aber Saxifraga ist eine ganz eindeutige Ausnahme – ich liebeliebeliebe diese inmitten eines moosigen Teppichs soldatisch stramm aufgerichteten kleinen Blumen mit den feenartig zarten, unterschiedlich intensiv gefärbten Blüten. Ich weiß gar nicht, ob die essbar sind, im Zweifel nicht, aber da könnte ich reinbeißen. Mag ich fast so gern wie knallroten Klatschmohn mit seinen albernen riesigen Papierknitterblättern. Der Stempel wird Saxifraga nicht gerecht, aber das hatte ich auch nicht erwartet und nicht darauf abgezielt, es ist sehr vereinfacht und stilisiert.

blumen_rapportstempel_geschnitzt

blumenrapport_sw

Den großen Stempel kann man ganz beliebig drehen – die „Ränder“ zwischen den einzelnen Quadraten fallen nicht auf.

blumenrapport_stempel

blumenrapport_stempel_packpapier

Wenn ich die Bordüre auf Etiketten stemple, habe ich tatsächlich eine Art „Maskingtape“ zum Aufkleben, aber dann ist es nicht gelb. Und in gelb finde ich das sehr gut.

blumen-MT

Ergänzt durch die floralen Stempel aus der Warli-Sammlung.

blumenrapport_skizzenbuch

Ist auch ein gemütliches Chamäleonbett!

chamaeleon_to_be1

Das Chamäleon ist noch gar nicht fertig – der Seifenwasserphase ist es entwachsen, aber jetzt muss es noch unter die Nadel, das Ärmste. In diesem Fall sogar doppelt – dieses hier ist ohne Drahtskelett, und an Beinen und Schwanz wird diesmal sogar herumgenäht. Armes kleines Kerlchen. Ist aber ganz tapfer.

Ansonsten hab ich noch Magazine zerschnitten. Ich kann alte WWF-Zeitschriften und so immer nicht wegwerfen, weil da ja lauter Tierbilder drin sind, drum staaaaapeln die sich wie verrückt, also streng genommen gar nicht so arg, weil sie ja in sehr niedriger Frequenz kommen, aber tropsdem. Nu hab ich eins davon, das ich schon gelesen habe und das nicht mehr wirklich aktuell ist, auseinandergenommen und die schönsten Bilder mit der Schneidemaschine zurechtgeschnitten, ebenso wie ein Tierarzt-Magazin, von dem ich nicht mehr weiß, wie es sich in meinen Bestand geschmuggelt hat.

magazinschnipsel_tiere2magazinschnipsel_tiere1

Schön!! Zwei oder drei Bilder behalte ich, die anderen wandern in die Kita-Kiste, in der ich immer alles sammle, was so anfällt, bis mir die Kiste zu voll wird. Das Kind geht seit September in die Schule, aber die Kita kriegt uns trotzdem nicht los und wird regelmäßig mit Bastelpaketen beschmissen. Die Kleinen sind unfassbar – man wirft eine große Kiste voll Zeug in den Raum, weicht hastig zurück, und sie STÜRZEN sich drauf und verbasteln alles binnen gefühlter zwei Minuten. Muss man höllisch aufpassen, dass man nicht mitverklebt wird. Wie Piranhas sind die kleinen Bestien. Supertoll. Wer also nicht weiß, wohin mit aussortierten Knöpfen, Papierresten, Stoffschnipseln, nicht mehr heißgeliebten Maskingtapes, hübsch aussehenden Stempeltestzetteln, alten Postkarten … einfach mal in einer Kita in der Umgebung anfragen. Wird dann größtenteils, so vermute ich mal, auch weggeschmissen („O Gott, nooo, das Kind hat schon wieder was gebastelt!!“), aber vorher sorgt es noch mal für riesengroße Freude, und die Kita muss weniger Material zukaufen. Win-win, würde ich mal sagen.

So. Fort mit der Blumenwiese zu Michaela, und fort mit mir zur Katze, die schon seit zehn Minuten schimpft, dass ich sie überhaupt nicht liebhabe und seit heute Morgen gar nicht mehr gestreichelt hab. So geht das ja nu nicht.

Euch noch eine schöne Woche!

 

Auf der Mauer, auf der Lauer …

Schlagwörter

, , , , ,

Wollte ich schon ewig machen, nu hab ich endlich: Insektenstempel!

wanzenschnitzen

krabbeltiere_stempel

(Strenggenommen ist die Spinne natürlich gar kein Insekt.)

Für die Krabbelviecher hab ich einen neuen Mauerstempel gemacht – ich hatte einen rechteckigen mit halben Steinen an der Seite, aber da hat man oft gesehen, wo der neue Stempel angesetzt ist (sieht man zum Beispiel auf dem Stiftetui von gestern: klick, besonders gut auf dem dritten Foto). Beim neuen Stempel greift das herrlich nahtlos ineinander, allerdings muss ich für gerade Mauerkanten dann tricksen, oder ich schnitz noch einen ganzen und einen halben Stein dazu.

mauerstempel

Im Skizzenbuch rumprobiert und eine zweite Spinne geschnitzt, weil ich mit der ersten kleineren nicht ganz zufrieden war.

stempelinsekten_in_mauer_skizzenbuch

Eindeutig kleingemustert genug für den letzten Kleinmustertag bei Michaela. Das Thema finde ich so toll, ich bin nur leider wenig zum Bloggen gekommen – still vor mich hingemustert hab ich aber eine Menge. Das hier zum Beispiel: Miniaturobst (oder auch Kleingemüse).

fruechte_maskingtape_stempel

Die Stempel sind ziemlich klein geworden – das eckige Dings ist eine normale Postkarte. Mit gefällt die Idee sehr, lauter kleine Stempel zu machen, die ich dann auf den länglichen Acrylstempel kleben kann, um sozusagen Masking Tape zu bestempeln, in unterschiedlichen Kombinationen. Hurra! Davon mach ich definitiv noch mehr, allerdings eher mit Mustern oder Tieren als mit Obst.

Und Miss Sophie war auch noch dran. Als Briefmarke.

maus_briefmarkenstempel

Haufenweise neue Postkarten. Ich muss definitiv mehr Postkarten schreiben, sonst ertrinke ich irgendwann darin.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

So. Nächstes Musterthema für den März: Streublumen. Hm-hm. Wohlan. Immerhin können mir Stempel- und Musterblumen nicht elendig verdursten, das ist ja schon mal was!

(Das tolle Blau von den blauen Ameisen und Miss Sophie ist übrigens „Archival Ink“ in „Manganese Blue“ – über den Mustermittwoch bei https://www.instagram.com/regnitzflimmern/ entdeckt. Unbedingt mal anschauen, wenn ihr kleinteilige, supersauber geschnitzte Muster mögt, das ist phänomenal schön!)

Die Katze auf dem Sack

Schlagwörter

, , , , , ,

 

Diesen Monat mustert Frau Müllerin kleinteilig, und was mach ich? Ausgerechnet bei diesem wunderschönen Thema in ein Urlaubsloch plumpsen und ganz wenig bloggen, überhaupt nicht so viel online sein, hm. Herumgemustert hab ich trotzdem, muss ich dann morgen mal gesammelt zeigen, letzte Gelegenheit, dann ist auch schon März.

Genäht hab ich auch, und zu diesem Behufe endlich mal Stoff bestempelt. Ein gefüttertes Stifte-oder-anderes-Etui, hier inhaltlich noch ganz ungefüttert (mal schauen, ob es noch bestückt wird – ich habe es meiner Schwester geschenkt, die eher verwirrt schien ob der fraglichen Nützlichkeit dieses kuriosen Objekts. Parbleau!)

stiftetui_innen

Bin entzückt vom Reißverschluss, weil dreifarbig zusammengesetzt. Weil auch da die schwesterliche Begeisterung eher so tätschel-tätschel-fein-gemacht ausfiel, muss ich das hier noch selbst bejubeln, ich find das super. 😀

Vorne mit Meise und Katze – der Entwurf ist von meiner Schwester, stempulöse Umsetzung von mir …

stiftetui_vorderseite

… und hinten mit noch mehr Meisen. Ich mag die rechts sehr, sie sieht aus, als würde sie den Kopf ein klein wenig schieflegen, wie die kleinen Kerle es so gern tun.

stiftetui_rueckseite

Bestempelt mit Versacraft (schwarz, muss durch Bügeln fixiert werden) und StazOn (rot, soll ohne Bügeln für die Ewigkeit bleiben), Stempel geschnitzt aus Softcut (bei den winzigen Meisen mit den feinen Außenlinien unabdingbar, die Katze hätte ich auch aus blauem Factis machen können, was ich inzwischen bevorzuge, auch wenns leider deutlich teurer ist).
Schnittmuster und Anleitung für das Etui findet ihr bei Gabi, und zwar hier: Klick. Die Dinger machen furchtbar Spaß, und mir fällt ein, dass ich Gabi noch eine Manöverkritik schulde. Hust. Erst mal muss ich aber mit dem Hund in den Wald – alles voller Schnee, hurra!

Die Meisen flattern samt Samtpfote noch rasch zum Creadienstag. Habt eine schöne Woche!

Huch!

Schlagwörter

,

Öhm – erster Februar-Post am 14. des Monats, was war da los? Ich hab keine Ahnung, in was für einer Versenkung ich da verschwunden war und was ich die ganze Zeit gemacht hab. Momentan umkreise ich Dinge, die getan werden wollen (sogar Dinge, die ich tun will), mit einem gewissen Sicherheitsabstand, achte auf die richtige Windrichtung, schleiche mich an … stelle fest, dass irgendwie kosmisch gesehen noch gar nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist, schleiche mich wieder weg. Pirsche mich erneut an, beobachte die Beute genau …
In anderen Worten: Ich kriege gerade nicht viel gebacken. 😀 Es ist aber ein sehr behagliches Nichtsgebackenkriegen und völlig okay. Winterruhe, sozusagen. Das Wetter ist großartig, kalt und hell und sonnig seit Tagen; ab und zu schneit es, und der Schnee verschwindet in der Sonne wieder, ohne dass es zwischendrin groß matschig wird, er löst sich einfach auf. Ich pussel hier so vor mich hin und bin sehr zufrieden, habe auch inzwischen wirklich und wahrhaftig den Schreibtisch leerbekommen und mindestens noch den restlichen Februar frei, vielleicht sogar bis Mitte März (der Auftrag, an dem ich eigentlich gerade sitzen würde, verspätet sich und kann jede Sekunde reinploppen, es kann aber auch noch dauern … falls er aber reinploppt, muss er bis März warten, der Februar ist frei, basta).

Passend zu behaglichem Nichtvieltun mein kleinteiliges Gemustere für Michaelas Mustersammlung: Ich wollte schon eine Weile mal Zendoodle ausprobieren. Finde das oft sehr schön, hatte mich aber noch nie damit beschäftigt und hab letzte Woche einfach mal drauflosgekritzelt. Dabei hab ich festgestellt: So ein paar Dinge zu beachten ist schon ganz schlau, haha.

Allererstes Gedoodel. Hier bisschen dies, dort bisschen das, dicker Stift (Sharpie), hat Spaß gemacht, das Ergebnis indes ist jetzt nicht so arg überzeugend:

doodle1
Beim zweiten Doodeln hab ich ein bisschen was dazu gelesen. Dünnerer Stift, aha, hatte ich gerade nicht da (beziehungsweise hätte ich suchen müssen). Blattaufteilung, mhm. Etwas halbgar Blatt aufgeteilt und mit immer noch zu dickem Stift losgelegt. Handvoll Musterideen gemopst – besonders mag ich dieses ganz einfache Dings mit den versetzt geschwungenen Linien bei den Blättern rechts.

doodle2

Drittes Blatt dann von vornherein mit grober Aufteilung und endlich mit dünnem Stift, noch lange nicht fertig. Diese komische pilzartige Struktur, die sich oben links ergeben hatte, hat mir gut gefallen, drum ist sie mit eingezogen. Warum unten links Stielaugen einen anglotzen, weiß ich nicht. Wird irgendwie sehr, hm, floral, das Ganze. Gefällt mir aber schon mal ganz gut, und vor allem macht es zunehmend Spaß. Ich glaube, wenn man so ein Grundrepertoire an Mustern und Figuren hat, wird es immer leichter, zu variieren und Neues zu entdecken. Schön! Dauert, aber ich hab viel Spaß dran.

doodle3

Miss Sophie findet das alles ganz albern. Miss Sophie isst lieber Pfannkuchen an ihrem zu hohen Küchentisch, der ein zu kleiner Beistelltisch aus dem Puppenhausmöbelkeller meiner Mutter ist. Mäuseflohmarkt, quasi. Den Mäusepfannkuchen hat das Kind am Wochenende gefunden, er klebte an seinem dran, und da hat es festgestellt: Wäre doch genau richtig für Miss Sophie!

miss_sophie_pfannkuchen

So. Ich überlege mir jetzt, wie ich am besten Stoff bedoodle, denn ich möchte gern ein Stiftmäppchen für Fineliner und so Zeug nähen (Gabi hat neulich einen Schnitt samt Anleitung veröffentlicht, hier: Klick). Und ich mag das sehr gern und zeig demnächst mal ein paar nach dem Muster genähte Teile. Das für die Fineliner hätte ich gern bedoodelt. Hm. Mal schauen, wahrscheinlich muss ich da mit Transferfolie oder so dran.

Habt eine schöne Woche!

Hex hex und Schluss

Schlagwörter

,

Eigentlich wollte ich Stempel schnitzen. Aber während ich im Februar frei habe, hab ich das im Januar plus paar Tage, puh, eindeutig nicht, das wird ungefähr so sein, als ob man aus einem Dampfdrucktopf auf relativ hoher Stufe in den weiten Ozean gekippt wird, haha). Und da hab ich das mit dem Schnitzen nicht fertig geschafft. Skandal!

Also Photoshop mit der Schulter angerempelt und digital herumgeHEXt. Letztes Mal Hexagons, und ich wollte doch so gern noch in die italienische Stadt Grammichele urlaubsmustern, von der Lutreolina neulich erzählt hat.

grammichele_miss_sophie

Die ganze Stadt basiert auf einem Hexagon – googelt mal Luftaufnahmen, das ist völlig irre. Und schön soll sie laut Lutreolina auch sein – falls es mich also jemals nach Italien verschlagen sollte …

Wenn man mit mehreren Stadtzentren mustert, sozusagen ein Grammichele grande, erwacht so eine ganz leise Spinnennetz-Anmutung. Da müsste man eigentlich noch ein paar Spinnenstempel in die Zentren setzen!

grammichele_spinnennetz

Mit einer anderen Farbe verliert sich der Eindruck aber erheblich, finde ich.

grammichele_spinnennetz2

Auf zum letzten Hexagon-Mustermittwoch. Hab eben schon nachgeschaut – das nächste Thema ist „kleinteilig“, also quasi Minimuster, da freue ich mich auch schon sehr drauf! Und Michaela zeigt wilde Plotterdinge, das ist auch ziemlich großartig.

 

Fernfreundschaften

Schlagwörter

, , ,

Wenn das Yak nicht zur Prophetin kommt …

yak_gefilzt

… dann klettert die Prophetin eben zum Yak hinauf.

yak_berg

Angefreundet. Schön! Allerdings nur kurz, denn das Yak saß bereits quasi auf gepacktem Beutel. Zieht (erst mal) nach Tibet. Gut, dass es das entsprechende Fell dafür hat!

Freunde in der Ferne sind ja auch wunderbar, auch wenn man sie oft gern näher bei sich hätte.

yak_gefilzt2

Ehe das Yak nach Tibet geht, wird noch rasch beim Creadienstag vorbeigestapft. Und die kleine gehäkelte Miss Sophie von letzter Woche möchte, so entschied nicht die Prophetin, sondern das Los, gern zu Marietta ziehen. Marietta, magst Du mir noch Deine Adresse an die_viecherei(kringeldings)gmx.de schicken?

So. Die Prophetin sagt, Zeit, dass wir alle hier uns aufraffen. Wieso fängt die Schule eigentlich so verflixt früh an? Grunz.

Penguin to be

Schlagwörter

, , , ,

Habe gestern am Pinguin rumexperimentiert. Ich habe ja auch welche mit weißem Bauch gefilzt, aber das war mir zu viel Farbwechsel, also ein Graubauchpinguin.

pinguin-to-be2

Ja, so ein bisschen Schnabelflügelaugen fehlt noch. Bin insgesamt nicht unzufrieden, aber die Augenflecken sind gar nicht so leicht halbwegs regelmäßig hinzubekommen, das ist beim Häkeln eine ganz andere Nummer als beim Filzen. Notizen für den nächsten Novizenversuch: Eine Reihe früher beim Grau Maschen abnehmen, eine Runde früher mit Schwarz anfangen, sodass oben eine Reihe weniger weiße Flecken ist und das arme Tier nicht die Augenbrauen so hochziehen muss, quasi, und zwischen den weißen Flecken nur eine schwarze Masche, nicht zwei.

Und außerdem, wichtige Erkenntnis: Vom Kopf her anfangen. Maschen zunehmen gerät (mir?) gleichmäßiger als Maschen abnehmen. Ist viel leichter. Also ungefähr so wie im echten Leben.

Der Nasenbär weiß auch noch nicht so recht.

pinguin-to-be_zwiesprache

Weil ich aber für einen ersten Pinguinversuch schon ganz zufrieden bin, so zufrieden sogar, dass der Kleine Schnabelflügenaugengedöns bekommen wird, hopst er jetzt zum Freutag. 😉