Mein heißgeliebtes Word …

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… protestierte soeben mit einer seiner üblichen beredten Kringellinien dagegen, dass das Manuskriptkind bettfertig gemacht wird. Neugierig, welche Alternativen es zu bieten hat, erkundigte ich mich per wissbegierigem Rechtsklick umgehend nach ebendiesen.

Bratfertig. Mein Word möchte das Kind gern bratfertig machen.

Ich glaube nicht, dass ich unseren Kleinen noch mal mit dem eingeschalteten Computer allein im Zimmer lassen werde.

Schon längst entflattert …

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… aber gerade in meinem Skizzenstempelbuch gefunden, und da fiel mir auf, ich hab den ja noch gar nicht gezeigt (und er passt so gut zu letzter Woche):

rabenviech

Büschen ikonographisch.

Und einmal als – öh. Geschenkpapierbogen. 😉

rabengeflatter

Das wilde Geflatter rauscht noch rasch beim Creadienstag vorbei, und ich rausche raus in die Sonne, das arme zappelnde Kind an die Kinderverwahrungsstätte ausliefern, damit ich hemmungslos meinem Arbeitslaster frönen kann. Meine Seele ist verdorben, mein Karma unrettbar ruiniert. So ist das eben.

 

 

 

 

Wo steckt Miss Sophie?!?

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Das wurde ich eben per Mail gefragt. Mich deucht, durchaus vorwurfsvoll. Aber ich habe eine gute Entschuldigung, denn es ist heute ab-so-lut nichts Aufregendes bei ihr passiert. Außer, dass sie einen Stein gefunden hat. (Und nein, das ist nicht das schwere Etwas, das ich in ihre Richtung geworfen hatte.)
Na ja, und dieser Stein, der kam ihr, was Menschen wohl selten passieren würde, unheimlich gemütlich vor. Um genau zu sein, schläft sie seit heute Vormittag durch (hat aber auch die halbe Nacht am Strand getanzt und sehr, sehr winzige Mondlicht-Sandburgen gebaut).

Da, pssst, ganz leise, wir wollen ja nicht stören …

maus_schlaeft

Sieht ja doch fast, hm, einigermaßen halbwegs gemütl… o weia. Jetzt ist sie aufgewacht.

maus_wach

Und schimpft. Man muss ja sagen, eigentlich ist Miss Sophie ein sehr wohlerzogenes Mäusemädchen, aber manchmal … manchmal könnte man auf die Idee kommen, sie hätte Igelkacke gefressen. Mindestens. Miss Sophie! Schämst du dich denn gar nicht?

maus_empoert

Offenbar nicht.
Na ja. Morgen tut es ihr bestimmt sehr leid, wie sie uns gerade genannt hat. Jetzt störe ich sie erst mal lieber nicht weiter.

maus_wieder_bett

(Obwohl ich sie natürlich gern kurz mal am Schwanz ziehen würde.)

Gerüstfreuden

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Hey, mein geliebter Mann – rate mal, was? Diese Schweinenasen Rotzbirnen Blödbeutel fleißigen Herren haben nicht nur zwei Wochen vor Beginn der Balkonbauarbeiten schon das Gerüst gebaut, nein, sie haben es gerade eben auch schon mal fertig abgehängt! Will heißen: Ich klettere gleich darauf herum, was ich zwar eigentlich gar nicht darf, aber jetzt sieht mich ja keiner mehr dabei, wie ich das tu, krahaha! Ich sage nicht, ich wäre Catwoman, ich sage nur, es hat uns noch nie jemand gleichzeitig auf diesem Gerüst gesehen. Und heute Abend können wir auf dem Balkon Schweinkram machen, ohne dass uns jemand sieht. Yay, zwei Wochen lang abgehängtes Gerüst, aber noch keine Bauarbeiten … wir sind wirklich sehr zu beneiden!

Positiv denken? Kann ich!

schnuddelhorn.gif

Einhornfunken und Sternenstaub und solches Zeug für alle, rutscht schön geschmeidig so langsam aufs Wochenende zu! (Wenn man genug Einhornfunken einwirft, findet man sogar, es ist quasi Wochenende, ach was, eigentlich schon fast der nächste Urlaub, aber man darf es mit nichts übertreiben, nicht mal mit dem positiven Denken, wirkt nämlich irgendwann leise unsouverän (… ist einem dann allerdings natürlich auch egal).)

Kleine Raben für zwischendurch

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In der absurd schönen Hardcover-Ausgabe vom „Heckenritter von Westeros“, die bei Fanpro erschienen ist (dort heißt der Roman Ritter der Sieben Königslande und ist in streng limitierter Auflage erschienen), ist alles voller Illustrationen. Eine davon sprang mich sofort als ungeheuer verstempelbar an.

raben_skizzenbuch

Der landende Rabe fehlt noch, den will ich auch noch schnitzen, und sie brauchen noch einen rabengeeigneteren Zweig – vorerst haben sie sich den Meisenzweig ausgeliehen. Sind aber schwierig ohne Schwebefüße drauf zu platzieren, unter anderem, weil ich in meiner großen Weisheit meinem Acrylstempeldingsbums einen Griff aus Sugru spendiert habe – lässt sich supergut halten und stempeln, wirklich, aber über Sinn und Zweck durchsichtigen Acryls und die Frage, wie sinnvoll es ist, darauf nicht durchsichtige Griffe anzupömpeln, muss ich in einer ruhigen Minute noch mal gründlich meditieren.

Na, man kann ja nicht immer schlau sein. Als Rabe natürlich schon, aber ich bin ja keiner.

Die kleinen Biester flattern zum Creadienstag und ich an die Arbeit. In die Hängematte. An die Arbeit. In die Hängematte. Ach, ich würfel das jetzt aus!

 

 

 

Miss Sophie baut ein Schiff!

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Manchmal passen Dinge so gut zusammen, dass es einfach Schicksal sein muss. Zum Beispiel brauchte Miss Sophie, gestrandet auf ihrer möglicherweise einsamen Insel, letzte Woche ein Schiff. Und just am selben Tag zeigte Sabine Bilder von Schiffen, die zu bauen ja wohl mäusemöglich sein müsste!

Also hat sich Miss Sophie ein Blatt heranwehen lassen. Mit Wunschkraft. Sie glaubt nämlich: Wenn man sich ganz, ganz fest etwas vom Universum wünscht, dann passiert es mit etwas Glück manchmal auch.
Und tatsächlich – da kam ein blaues Blatt dahergeweht! Quadratischgewünscht, weil Miss Sophie mal gelesen hat: Origami, also Papierfalten, macht man immer mit einem Quadrat. (Die Welt allerdings, kleine Miss Sophie, ist nicht immer so geradlinig, gleichseitig und rechtwinklig, wie du … ach nein, sie will nicht hören, also lässt sie es eben.)

mausschiff2

Wie ging das noch gleich? Es soll ja irgendwie quasi dreieckig werden, oder?

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Ach nee. Da stimmt was nicht. Man muss doch erst sooo, und dann die Kanten zur Mitte … Moment!

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Was Miss Sophie eventuell an Geschick und Know-how vermissen lässt, gleicht sie durch Eifer doppelt aus! (Und man muss ja auch sagen, angesichts der Größenverhältnisse handelt es sich hier nicht um ein bisschen Falterei, sondern um knallhartes Handwerk. Richtig Arbeit ist das.)

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Huch! Schnell wieder raus hier.

Wer hoch hinaus will, fällt tief kann Großes erreichen!

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Puh, geschafft! Sieht doch sehr gut aus. Irgendwie dreieckig-seglig oben, unten irgendwie mit Kante zum Draufstellen, und außerdem wunderschön blau. Mehr kann man ja wohl nicht verlangen. Auf auf, alle Mäuse in See stechen!

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Ähm, Miss Sophie …?
Nein. Sie hört nicht auf mich. Ist schon auf und davon. Und wahrscheinlich kann sie mich ja sowieso nicht hören, ich bin ja nur stiller Beobachter.

(Allen, die sich jetzt Sorgen machen, sei versichert: Sie ist schon wieder an den Strand gespült worden und einigermaßen getrocknet in der warmen Morgensonne. Und guten Mutes ist sie auch. „Wenn du was tust, dann tu es richtig, sonst kannst du es ebenso gut bleiben lassen“, hat ihre Tante Anastasia immer zu ihr gesagt, aber Miss Sophie hält es lieber mit ihrem nichtsnutzigen lebenslustigen Onkel Camembert: „Was heute nicht klappt, machen wir eben morgen, aber jetzt erst mal Kuchenkrümel essen.“)

Heute also nass geworden und getrocknet. Morgen neuer Versuch. Habt eine schöne, unverzagte Woche!

Miss Sophie macht Urlaub

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Aber eher ein bisschen unfreiwillig.

Bisher hat sie ja ein sehr behütetes Leben geführt. Ist sehr neugierig auf die Welt. Und als sie dann auf dem Weg zum Londoner Hafen eine der Tauben sah, die sie bisher nur aus der Ferne … na, da hat sie eben ihr Gepäck kurz liegen gelassen und ist in den Baum geklettert. Um ganz kurz mal ein bisschen die weichen Federn zu streicheln.

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War zum Glück eine sehr nette Taube. Hat dem Mäusemädchen nichts getan. Hatte aber gerade Pläne und sich nicht aufhalten lassen. Und flog auf einmal los. Zum Glück konnte sich Miss Sophie gerade noch festhalten.

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Stundenlanges mächtiges Flügelrauschen. Atemberaubende Höhe. Und dann, aus Mäuseperspektive jedenfalls (die unter euch, die erfahrene Adlerflieger sind, bitte kurz weghören und nicht lachen, denn Adler und Tauben kann man natürlich nicht vergleichen): Sturzflug.
Und Landung im Sand. Ringsum Brandung.

Taube gefragt, wann es wieder zurückgeht.
Taube hat aber nicht geantwortet. Im Gegenteil – schien plötzlich ganz dringend zu tun zu haben und machte sich mir nichts, dir nichts einfach aus dem Staub.
Hübsch, aber Arsch.

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Miss Sophie hat viele, viele Quadratmeter abgesucht – aber nirgendwo jemand zu sehen. Lauter hohe Dünen und Meer. Und Gepäck noch in London.
Sie sucht und sucht und findet nichts als Sand und Meer. Bis die Dunkelheit hereinbricht.

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Zum Glück ist sie ja ein recht patentes Mäusemädchen. Verzagt nicht, sondern sucht sich erst mal ein Nest.

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Da. Immerhin. Besser als nichts.
„Ich wollte ja Abenteuer“, sagt sie leise zu sich selbst, „da hab ich’s nun.“

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Legt sich schlafen und träumt recht wild. Natürlich. Tät ich auch.

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Schlaf gut, Miss Sophie. Ich hoffe, morgen kommt ein Schiff vorbei!

(Oh, der Mäusemontag hat sich in den Dienstag reingeschummelt – dann schmuggelt er sich jetzt noch rasch zum Creadienstag.)

Heiliges Kanonenrohr und beim gütigen Mondkalb noch mal …

… heute Morgen klingelten Maler hier Sturm (und damit mich aus dem Bett) und wollten bei uns die Tapeten rausreißen. Hab sie zur Wohnung nebenan geschickt. Finde ja Tapetenrausreißen voll super, aber nicht vor dem Frühstück.
Das Kind hat morgens kein Spielzeug gefunden (also keins, das er gern mitnehmen wollte, Spielzeug an sich wäre in ausreichender Menge vorhanden), und als es endlich doch geklappt hat, haben wir dann das Kuscheltier vergessen, was ihm drei Meter vor dem Kindergarten auffiel.
Die Maler machen Krach, hören laut Radio, unten brüllofoniert eine Nachbarin mit einem offenbar fast völlig ertaubten Gesprächspartner.
Ich hab so einen Nietnagel am Mittelfinger, schon abgeknipst, tut beim Tippen aber trotzdem weh. Heute viel Tippen. Vielvielviel.

Sollte heute Lotto spielen! 😀

(Und: Sind wieder da aus einem prachtvollen Urlaub, nächsten Montag geht es auch mit Miss Sophie weiter.)

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Miss Sophie packt ihren Koffer und nimmt mit …

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Vor der Reise …
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… steht das Kofferpacken.

Und das ist gar nicht so leicht. Miss Sophie stellt gern Filzhüte her und schneidert, deshalb muss ein wenig Filz mit (gedeckte Farben und dunkles Rot mag sie besonders gern). Und die gute alte Schneiderschere. Und der Hutständer, denn der ist gewissermaßen ein Erbstück.
Und das Bett, denn solche perfekten halben Nussschalen findet man nicht oft, ebenso wenig wie so herrliche, weiche, bunt getupfte Kuschelwolle.
Na, und Proviant natürlich. Zwei der Konservendosen sind schon voll, in der einen steckt bis unter den Rand Cheddar, in der anderen Heidelbeermarmelade (aus einer heruntergefallenen Heidelbeere selbst eingekocht, das reichte für zwölf Büchsen, aber die anderen sind schon alle). Eine Nuss. Und ein Schokoriegel.

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Na gut, vielleicht nicht der ganze Schokoriegel.

Und da, was ist das?

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Hätte sie doch fast ihren blauen Lieblingsstein vergessen!

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Und schon geht es los, mit leichtem Gepäck und beschwingten Schrittes auf in ein neues Leben. Mit Bett, Hutständer und Schokolade im Gepäck kann ja fast nix mehr schiefgehen!

Where Are You Going, Miss Sophie?

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Miss Sophie ist ein anständiges junges Mäusefräulein aus gutem Hause, Stolz ihrer Eltern, tüchtig, fleißig und wohlbehütet.
Miss Sophie hat keine Lust mehr, anständig zu sein. Und wohlbehütet auch nicht.

Das kannst du nicht tun, du darfst deine Eltern nicht enttäuschen, du hast doch Verpflichtungen, die Welt da draußen ist gefährlich, weißt du denn nicht, wie viele kleine Mäusemädchen täglich von Krähen zerhackt, von Katzen zerrissen, von Hunden verspeist, von Pferden zertreten, von Autos geplättet, von Menschen erschlagen werden, von Wind und Wetter zerzaust, wenn sie nicht gleich hungers sterben … und dein schönes weißes Fell? Und was wird bloß Tante Anastasia sagen?

Egal, denkt Miss Sophie. Sie ist jung und dumm, und sie weiß es nicht besser. Finden ihre Eltern und Onkel und Tanten und alle sonstigen Anverwandten, und das sind viele. Drum bricht sie in Nacht und Nebel auf. Heimlich. Ein neues Leben wartet schon auf sie, denkt sie sich munter, sie muss es nur finden.

Kleine Miss Sophie, das Leben hat die Angewohnheit, dich zu finden. Warte mal ab. Aber komm erst mal heil hierher, nach Hamburg. Das möchte sie nämlich, weil man Hamburg auch das Tor zur Welt nennt, und das gefällt ihr gut.

Ich werde berichten, wie es ihr ergeht. An jedem Mäusemontag. So lange es eben dauert, das kleine Mäuseleben.

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(Aber heute wandert Miss Sophie erst noch mal beim Creadienstag vorbei und bei den Dienstagsdingen, denn noch ist ihr Leben sehr unordentlich und schlecht zu planen.)