Redundanzen

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Sie hat einen Gedanken, die Synapsen in ihrem Hirn feuern, und das Signal wird durch ihre Nervenbahnen weitergeleitet und lässt unzählige Muskeln kontrahieren. Ihre Finger strecken sich, ihr Arm bewegt sich nach vorn und ganz leicht nach rechts, der Oberkörper beugt sich vor, ihr Blick richtet sich auf ihr Ziel, die Hand öffnet sich noch ein wenig mehr – es ist übrigens die rechte Hand, nicht die linke -, dann schließen sie sich wieder, ergreifen etwas vom Schüsselinhalt, die Muskeln kontrahieren immer noch, und sie hebt die immer noch rechte Hand nach oben und ganz leicht zurück nach links und wirft sich ein paar Chips in den offenstehenden, mittig unten in ihrem Gesicht befindlichen Mund.

katze

Nein, das ist kein Originalsatz, so schlimm habe ich es noch nie erlebt, und so fänd ich es ja schon wieder komisch. 😀 Aber ich wüsste wirklich, wirklich gern, warum so viele Autoren es für wichtig halten, ihre Leser stets gründlichst über rechts und links aufzuklären (und auch so allerlei anderes). Ich jedenfalls habe mich noch nie bei einem Satz wie

Das Huhn fiel um und landete auf dem Rücken.

darüber geärgert, dass mir die Information, in welche Richtung es denn fiel, schmählicherweise vorenthalten und erst im Nachgang beiläufig mitserviert wird, und auch bei einem Satz wie

Er schmetterte ihm die Faust mitten ins Gesicht.

habe ich noch nie, das schwöre ich, noch nie hektisch und mit kaum zu bezähmender Aufregung gefragt: „Ja, aber welche Faust? WELCHE?!?!?“

Zurück an die eben kurz unterbrochene, am Schreibtisch stattfindende Arbeit!

Ärgs …

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… da kann ich so was von gar nicht, aber vielleicht ist es ja für den einen oder anderen Hamburger unter euch interessant?

(Zustand hier ist momentan ungefähr so:)

hundwerdung05

Diese Woche in der Ringvorlesung “Digitale Information und Manipulation”:

Extremistische Gehirnwäsche 4.0: Wie Verfassungsfeinde das Netz als Propaganda-Medium nutzen Marco Haase, Sprecher des Hamburger Verfassungsschutzes

Donnerstag, 11. Mai 2017, 18-19:30 Uhr
Kunst- und Mediencampus Hamburg, Forum Finkenau Finkenau 35, 22081 Hamburg

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Medien spielen in der menschlichen Gesellschaft seit jeher eine steuernde, ja dominierende Rolle. Sie sind verantwortlich für die Entstehung und Entwicklung von Gruppierungen und Netzwerken und deren Zusammenhalt. Die vielfältigsten Botschaften werden transportiert: Meinungen, Regeln und Normen, Ideologien, Termine, praktische Anleitungen und vieles mehr. Auch für extremistische Bestrebungen haben Medien und vor allem das Internet eine entscheidende Bedeutung. Dies ist vor dem Hintergrund zu betrachten, dass es Extremisten und Terroristen in der Regel nicht gelingt, in westlichen Gesellschaften mehrheitsfähig zu werden. Die wehrhafte, streitbare Demokratie in Deutschland will es, grundgesetzlich gewollt, Verfassungsfeinden mit zahlreichen Instrumenten unmöglich machen, die Grundwerte abzuschaffen. Soziale Netzwerke und Kommunikationsgruppen dienen Extremisten über die Verbreitung von Botschaften auch der Kompensation fehlender politischer Durchsetzungsfähigkeit. Der Vortrag will an einigen praktischen Beispielen deutlich machen, wie extremistische Gruppierungen das Netz für ihre Zwecke instrumentalisieren.

Marco Haase, 46 Jahre alt, seit Ende 2010 beim Hamburger Verfassungsschutz tätig, dort als Referatsleiter Gremien-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, gleichzeitig Sprecher des Hamburger Verfassungsschutzes. Er studierte an den Unis in Kiel und Lüneburg; an der Universität Lüneburg M.A. im Studiengang „Angewandte Kulturwissenschaften“ mit den Schwerpunkten Neue Geschichte, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Zudem Ausbildung zum Tageszeitungs-Redakteur (Volontariat). Seit November 2003 in der Hamburger Innenbehörde tätig.

Homepage für weitere Infos: Klick

Klingt gefährlich spannend!

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Pladderadatsch am Freitag

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Es regnet. Hamburg ist entsetzt. Hamburg ahnt die nahende Sintflut und damit das Ende. Hamburg sagt: Das hört wohl nie wieder auf. Hamburg sagt: Hab nasse kalte Füße, schleppe in meiner Nase drei Kilo Rotz mit mir rum – pro Nasenloch –, Hals tut auch fast schon weh, mimimi, und Rosa Luxemburg ist tot, das wird nix mehr mit der Welt.

Selbst den Hund hat die allgemeine Miesepetrigkeit schon angesteckt. Da, so guckt er, wenn ich ihm vorschlage, doch mal ein bisschen rauszugehen:

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Dabei, mal im Ernst, ist dieses Gepladdere doch eigentlich phantastisch. Morgens können wir im Boot zum Kindergarten staken – wer kann das schon von sich sagen? Die erfrorenen Balkonpflanzen müssen wir jetzt aus gleich zwei Gründen nicht mehr gießen! Wenn man den Kopf ins Treppenhaus steckt, wo das Oberlicht die Regentropfen schallmäßig ordentlich verstärkt, kann man sofort loslegen mit dem Ausdruckstanz, bessere Trommelrhythmen gibt es nirgendwo gratis! Unterwegs kann man spielen: Wer findet zuerst eine Pfütze, deren Umriss Afrika ähnelt? Da kann man sich doch direkt in ferne Länder träumen – herrlich!

Danke, also, Hamburg. Für jeden verdammten Tropfen. Aber nur für den Fall, dass du es noch nicht gemerkt hast, Stadt meiner Geburt, Heimat, light of my life … es ist Mai. Maihai. Nicht mehr April. Kannst also allmählich mal, hm … aufhören?

Solange Hamburg aber so pubertär sein will und nicht auf mich hört, das dumme Ding, stemple ich halt Schirme für alle. Nehmt euch gern einen mit, es sind genug da!

stempelschirme_fuer_alle

Ich habe inzwischen wirklich ein großes Faible für mehrteilige Stempel entwickelt – da sind die Einzelteile. Entweder sind sie nicht ganz präzise, oder ich treffe oft nicht genau, aber ich befinde kleine Ungenauigkeiten einfach als „noch schöner, weil eindeutig handgemacht (oder aus China)“.

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Ich hoffe, ihr habt gutes Wetter oder trotzdem gute Laune oder zumindest einen Schirm und trockene Füße – kommt gut ins Wochenende! Wir bekommen sehr lieben Besuch und freuen uns schon wie verrückt, hurra!

(Drum auch zum Freutag.)

Ein Erpel namens Jesus

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Tief, tief im Herzen der geheimnisvollen Stadt Hamburg, dort, wo sich Standesbeamte und Elterngeldgewährer einen schönen Feierabend wünschen, inmitten der tiefen, weiten Schluchten des berühmten Grindelhochhausgebirges, wo schon ungezählte hoffnungsvolle Anträge ihren Sachbearbeiter fanden und manch einer auch ein unrühmliches Ende … dort haben das Kind und ich uns gestern hingewagt, um Paternoster zu fahren (und meinen neuen Reisepass abzuholen, aber das war nun wirklich das Unwichtigste an der ganzen Sache).
Hinein und hinaus ohne Unterlass und mit Gebrüll, bis ganz nach oben, wo der Paternoster sein Ziel ins Gegenteil verkehrt, nicht mehr nach oben strebt, sondern nach unten rast; dort, wo der kühne Reisende an den von Tausenden Reisenden vor ihm hinterlassenen Kaugummis vorbeirumpelt … dort, wo man overtravelt. (Ist aber total harmless.)

Und dort in eben jenem sagenumwobenen Grindelgebirge, inmitten der heulenden Schluchtenwinde, ganz hoch oben am fast höchsten Punkt, da schauten wir hinunter. Und erblickten einen wundersamen geheimen See.

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Sofort sattelten wir die Pferde. Ehrensache! Ritten den Paternoster nach unten, nur unterbrochen von tausendundeinem johlenden Hinaus- und wieder Hineinspringen, also quasi auf fast allerdirektestem Wege.

Und dort, am verwunschensten aller verwunschenen Seen des gesamten Grindelgebirges …

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… dort schauten wir das blaugrün schimmernde Antlitz …

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… eines wasserwandelnden Erpels namens Jesus.

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Da hat das Kind aber gestaunt!

Ich habe Jesus natürlich am Abend sofort, obwohl man sich ja gar kein Bild machen soll und so, verstempelschnitzt.

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Wollte ja schon ewig und drei Tage mal, also quasi seit damals im Garten Eden, eine Ente machen. Nähen. Filzen. Stempeln. Irgendwas. Warum hab ich das noch nie getan? Man WEISS es einfach nicht. Vor allem Filzenten will ich endlichendlich mal machen.

erpel_stempel_detail(Ist kein mehrententeiliger Stempel, sondern mit Buntstift ausgemalt.)

Und nun auf zu neuen Abenteuern – ich jage jetzt schurkische Satzbanditen im Dickicht des Manuskriptwaldes, rücke unbotmäßigen Wortlagerern die vier Buchstaben zurecht und wedle derart verwegen mit meinem scharf geschliffenen Rotstift, dass die jungfräulichen Seiten zu Hunderten erröten! So!

Und ihr so? Dem schnöden Alltag keine Chance, ersäuft ihn in Geschichten!

Regenzeit

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Regnet’s eigentlich noch?

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Nö, oder?
Man müsste mal unterm Schirm rausspähen, um es rauszufinden. Aber ich trau der Sache ja noch nicht.

(Der fantastische Pladderhintergrund stammt aus der Musterkartonsammlung, die ich im Osterkalender von made with blümchen auspacken durfte. Niemalsnicht kaputtschneiden werde ich die Kartons, so schöne Muster als Hintergründe!)

Das Elefantenstempeltier wollte ich eigentlich schon entsorgen. Er hatte einen missratenen Stoßzahn. Ganzganzganz doll missraten, nicht gerade so, als würde einem Stier das Horn aus der Nase wachsen oder einem Ameisenbären der Schnüffelrüssel aus dem Hintern, aber doch schon relativ entstellend. Da habe ich ihn operiert. Keilförmig unten was rausgeschnitten, frisches Stück eingesetzt, neu beschnitzt. War mit dem Ergebnis unzufrieden und hab den armen Ele in die Schublade of Shame gestopft.

Vorhin rausgefischt. Mag ihn jetzt doch. Ups. Bitte entschuldige, kleiner Fant!
(Noch viel mehr mag ich aber den mehrteiligen Schirmstempel, dabei war der viel einfacher.)

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Was ich wirklich, wirklich, wirklich liebe …

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… ist: Nach dem immer ganz irre qualvollen Endspurt beim allerletzten Korrekturgang der Druckfahnen eines Manuskripts die Fehlereingabe zu machen.

Dabei kann man nämlich Musik hören (kann ich beim Korrekturlesen nicht, lenkt mich ab), mit den Füßen wackeln und sich aufs Bett freuen.

Und es ist dann immer tief in der Nacht. Komisch, oder? Ist aber so. Naturgesetz. Immerimmerimmer. Kann ich nix für. Ist man pünktlich, kommt Leben dazwischen, kann man also gleich bleiben lassen, solche alberne Streberei.

Wind, gebratene Pilze, Spieleabende, Herbstlaub, Frühlingsgebrumm in der Luft, Kinderlachen und den ganzen üblichen abgelutschten Kladderadatsch lieb ich natürlich auch voll dolle, klar, bin ja kein Rotstiftmonster.

Meine Korrekturmusik gerade: LP: Lost On You. Lieb ich auch. Ich hoffe aber, vor dem Tokyo Sunrise bin ich hier fertig.

Bei Pünktlichkeitsverzögerungen übrigens sehr hilfreiches Tool, falls ihr auch gern in der Nacht arbeiten möchtet: Unsäglicher Quatsch, TUT ES NICHT!!!
Arschprogramm. Kann mir mal jemand verraten, weshalb das meine Katze nicht erkannt hat? Aber „animal migration“, really? Und mein Krokodil hätte ich ja gern noch fertiggekritzelt, pah.whynotcathuh.jpg

Gute Nacht – oder, an die vernünftigeren unter euch: Guten Morgen.

Osterkalender, Woche 3 und Finale

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Wenn man einen so schönen Osterkalender hat, ist Ostern fast ein trauriges Ereignis – er ist dann nämlich alle, aus und vorbei, schluss, finito, das war’s! Werde morgen ganz ordentlich doof aus der Wäsche gucken, wenn gar kein Päckchen mehr auf mich wartet. So, so schön war das – liebes Lieblingsblümchen, ich bin so froh, dass wir gemeinsam bescheuert genug waren, das inmitten von Zeitnot, Chaos und Gewusel einfach ätschtrotzdem zu machen!

Der Blümchenkalender:

bluemchenwoche_1_kleinbluemchenwoche_3a_kleinbluemchenwoche_3b_klein

16: Streichholzschachtel voller roter Papierrosen
17: Großartige Kuhtasche mit originalem Blümchen-Label
18: Bastelkarton
19: Noch mehr Stoff-Tape!
20: Origami-Untersetzer. Aus Stoff, sehen aus wie gefaltet!
21: Weltkugel. Äh. Welten-Ei
22: Kleine Garnrollen zum Basteln
23: Webbänder mit und ohne Wolken
24: Liebenswürdiger gehäkelter Osterhase mit Kärbchen und Schokolade

Die letzten neun Tage waren mitunter eine richtige Atemübung, nämlich in Sachen Nach-Luft-Schnappen. Während ich mich über die Papierrosen in der Schachtel einfach nur vergnügt gefreut habe (ich hab ein heimliches Faible für zweckentfremdete Streichholzschachteln und mag diesen dunklen Rotton der sehr graphisch wirkenden Rosen sehr), mag es sein, dass ich beim Auspacken der Tasche ein paar eher unwürdige Geräusche von mir gegeben habe. Da ist sie noch mal in größer/im Ganzen:

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Zwei Innentaschen mit schwarzem und weißem Reißverschluss, beide mit unterschiedlichen Futterstoffen. Großartig – ich schleppe dauernd irgendwas mit mir rum, so ganz auf die Schnelle, zum Beispiel Origamipapier, und die Tasche ist supergut dafür, um auf Reisen in einer Innentasche das Material unterzubringen und in der anderen Fertiges/in Arbeit Befindliches. Und so sauber genäht – die Kühe habe ich zuerst etwas scheel beäugt (bei mir sind Tiere meist eher naturalistisch), aber inzwischen haben wir uns gut miteinander angefreundet, und die gedeckten Farben gefallen mir schweinegut. Sorry … kuhgut.

Das Stoff-Tape – Gabi hat mir 3×3 Rollen Stofftape geschenkt, ich ihr 4×3 Rollen Maskingtape (war beim Aussuchen ein bisschen in Rausch geraten) … wäre es nicht unheimlich, wenn es ganz und gar dieselbe Menge Rollen gewesen wäre? So ist es das auch ein ganz klein wenig, finde ich, denn da haben wir uns, das schwöre ich, kein bisschen abgesprochen.

Der Bastelkarton … fast alle Muster gefallen mir richtig, richtig gut, was bei solchen Sammelmappen eine Seltenheit ist. Für die kleinen hölzernen Garnrollen habe ich schon eine Idee, und das Weltkartenei im Stil uralter Karten finde ich so schön, dass ich fürchte, dass hier ab jetzt immer ein bisschen Ostern ist, denn das wohnt ganz sicher nicht den Großteil des Jahres in der Schublade. Der große Hase ist im Kinderzimmer verschwunden, was ich ein bisschen unverschämt finde, aber mir wurde versprochen, dass ich ihn zurückbekomme. Ich muss doch auch gucken, wie das geht? Immerhin habe ich jetzt alles zum Häkeln hier und werde in Bälde erste wacklige Gehversuche unternehmen, da brauche ich ein wohlwollendes Maskottchen. Bei neuen Techniken bin ich immer sehr, sehr aufgeregt, richtig albern mit Herzrasen und allem Drum und Dran, und sogar ein bisschen schüchtern. Man kennt sich ja schließlich noch gar nicht und fasst einander quasi schon ganz intim an. Puh.

Bei den Untersetzern hab ich direkt mindestens vier Muster entdeckt, die verstempelschnitzt werden/als Inspiration dienen wollen. Oder? Ob sich das wilde Wellenschäumen als zweifarbiger Rapportstempel machen lässt? Muss ja wohl gehen, schließlich wird es sich auch auf dem Stoff wiederholen.
(Es ist übrigens das erste Mal, dass wir Untersetzer besitzen, also, von Topfuntersetzern mal abgesehen. Unsere Oberflächen sind poststudentische Patina gewohnt. Die werden staunen!)

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Der Viecherkalender:

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16: Zum vierten Mal Masking Tape/Maskingtape (Leerzeichen oder nicht? Ich kann mich nie entscheiden. Jedenfalls hoffe ich sehr, Gabi kann davon solche Mengen gebrauchen!)
17: Soft-Cut-Scheiben, weicher als die Platten und mit selbstklebender Rückseite
18: Blechdose mit orientalischem Muster und zwei Rapportstempeln darin, einer inspiriert von Gabis selbstgenähtem Teppich, der andere ergibt verstempelt ein orientalisches Muster
19: Webband und maritimes Schrägband (äh, sieh man auf dem Bild quasi gar nicht, das habe ich ja sehr geschickt gemacht, haha)
20: Viele Postkarten, die ich nicht alle mit aufs Bild bekommen habe
21: Eulenstempel. Streng genommen, für den Profi zweifelsfrei erkennbar, Hedwig-Stempel
22: Lauter kleine Flaschenkraniche und ein kleiner Umschlag mit Papier zum Selberfalten (Kantenlänge 1,5/2cm). Zahnstocher helfen. 😉
23: MT-Briefmarkenstempel. Vielleicht eine Weltneuheit. Vielleicht längst erfunden. Siehe nächstes Bild
24: Kleiner, etwas schüchterner Filzosterhase

Der Briefmarkenstempel von maßgeschneiderter Höhe ist blanko – er lässt sich mit einem kleinen Stück Masking Tape füllen. Hurra!!! Ich bin ganz verknallt in die Idee. Schwesterlein, das Du Dir schon ungefähr tausend Jubelschreie anhören musstest, hör auf, mit den Augen zu rollen, ich seh das!mt-briefmarke_stempel.jpg
(Ist das TOLL!!!!!!!!!!!!!!!)

So. Das war’s also mit dem Osterkalender. Schnief. Und herrje, war das großartig! Liebe Gabi, danke für 24 kleine, größere und ganz große Überraschungen in einer Zeit, die durch unvorgesehene Ereignisse bei mir turbulent, anstrengend und auch traurig und verlustreich war. Wussten wir ja beide nicht vorher, aber tatsächlich war es das wunderbarste denkbare Timing für einen solchen Kalender, denn immerhin hat jeder Tag schön angefangen. Danke für all die Aufmerksamkeit und die Gedanken, die darin stecken. Das war richtig, richtig schön, und ich freue mich schon sehr aufs Häkelnlernen!

Die anderen Einträge findet ihr hier (wer größere Fotos sehen will, sollte unbedingt bei Gabi vorbeischauen – ich habs vor lauter Begeisterung für stylische Ostereierumrandungsdingsdas nicht ganz auf dem Zettel gehabt, dass es vielleicht ganz schön wäre, die Bilder auch in größer anzuschauen):

Osterkalender Runde 1
bei made with blümchen
bei mir

Osterkalender Runde 2
bei made with blümchen
bei mir

Osterkalender Runde 3
bei made with blümchen

Frohe Ostern!

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Euch allen frohe Ostern, hoffentlich mit Sonne und gutem Essen und geliebten Homo sapiens und anderen euch am Herzen liegenden Vertretern der Tierwelt.

Hier gibts heute keine Osterhasen, sondern Ostermeisen. „Wie Meisen manchmal in den Büschen hängen – wie lauter kleine blaue Ostereier!“, sagte meine Schwester neulich. Und tatsächlich, da ist was dran.

ostermeisen

(Das Finale des Osterkalenders kommt heute Abend, wir müssen rennen. 😉 )

Osterhasenrecycling

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Aus gegebenem Anlass, nämlich weil fast Ostern, hole ich mal das Hasenschnittmuster wieder aus der Kiste – gestern bekam ich eine sehr liebe Mail mit einem Hinweis auf ein nach diesem Schnitt genähtes Hasenkind bei I&Du, und womöglich hat ja noch jemand Lust, so ein Hoppeltier zu nähen. Der Schnitt ist recht einfach, sie gehen ziemlich schnell.

(Zum ausgerechnet hier bei mir gerade sträflichst vernachlässigten großen Unterschied zwischen Hasen und Kaninchen schrieb Sonja neulich etwas und hat es auch gleich formidabel illustriert: von hasen und kaninchen.)

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Den Schnitt habe ich im November 2014 anlässlich der Heyne-Blogtour zum damals frisch erschienenen Buch „Das Kaninchenrennen“ von Boris Koch entwickelt (die hinterbeinlosen Kerlchen sind meinen gefilzten Kaninchen nachempfunden), deshalb heißt der Schnitt, nach einem der Kaninchen im Buch, Blackbeard. Für lesevergnügte Kinder so ab ungefähr 10 (ich finde, ab 8 geht auch) vielleicht ja noch ein schönes Last-Minute-Osterngeschenk.

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schnitt_blackbeard

Mich, die ich als vergesslicher Alltagstrottel weithin bekannt bin, werden heute bestimmt mindestens noch fünf Leute dran erinnern: „Geh noch einkaufen, morgen ist Feiertag!“ Zwei haben schon, dabei ist es nicht mal neun. Pah. Nicht, dass ich es nicht wirklich vergessen hätte, aber: pah! Zum Glück übernimmt der Mann das, ich hätte es bis nachher bestimmt schon wieder vergessen. Fast Ostern – ich freu mich! Die Kleinen hier warten auch schon ganz sehnsüchtig.

fruehlingskaninchen