Frühstück mit Tapiren

Nicht immer hört man noch etwas von den Tieren, die in die Welt hinausgereist sind, und das ist okay, sie sind ja schon flügge – allerdings freut es mich immer sehr, wenn ich etwas über ihren Verbleib erfahre. Besonders, wenn ich so wunderschöne Bilder dazu bekomme wie von diesen beiden Tapirbabys, die offensichtlich auch in ihrem neuen Zuhause viel Blödsinn anstellen, Vielen, vielen Dank!tapirfruestueck.png

Jetzt sausen sie beim Freutag vorbei, dort alles durcheinanderwirbeln.😉
Habt einen entspannten Freitag vor dem langen Wochenende (noch ein Freugrund heute!)

Dies ist kein Pinguin

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Man merkt es, wenn er anfängt zu bellen.

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Und man sieht auch die Ähnlichkeit so ein bisschen, oder? Nein?

Er ist bei einem Familienbesuch entstanden. Wir hatten extra Wolle gekauft, ich wollte einen Hund filzen, und dann ackerten wir und ackerten und schimpften auf die Wolle … und als wir endlich darauf kamen, dass wir seit einer halben Stunde mit neutraler Seife zu filzen versuchen, war mir nicht mehr nach Hund.

Innen also hellbrauner Hund, außen schwarz-weißer Pinguin.

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Wanderer zwischen zwei Welten.

Liebe Grüße ins wunderbare neue Zuhause, wo ich den seltsamen kleinen Kerl allerbestens aufgehoben weiß! Und zum Creadienstag watschelt er auch noch, um dort ein bisschen herumzukläffen. Bein heben geht ja zum Glück nicht.

Euch allen eine schöne Woche voller Entdeckungen!

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Kakao to go

Heute Morgen stellte der Kleine höchst betrübt fest, dass er gar keinen Kakao getrunken hat und es im Kindergarten ja auch keinen gibt. Während er sich die Schuhe angezogen hat, habe ich kurz improvisiert.

kakao_fuer_unterwegs

Der Kleckerschutz ist ein aufgeschnittener Ballon – die Innenseite nach außen, weil sie ja „bestäubt“ ist, damit das Zeug nicht zusammenklebt.
Würde ich nicht öfter machen, weiß nicht, wie lebensmittelecht das alles so ist, aber funktioniert hat es ganz und gar phantastisch, und es hopste ein außerordentlich entzücktes Kind neben mir Richtung Kindergarten und unterzog das Konstrukt direkt einem Härtetest, den es spritzfrei bestanden hat.

Weil er sich so riesig gefreut hat, wandert der improvisierte Kakao-to-go zum Freutag – euch allen einen wunderschönen Freitag und ein tolles Wochenende!

Werkstattnotizen #1:Kein Rückenwind

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Meine Schwester eröffnete mir jüngst, dass sie es gar nicht langweilig findet, wenn ich ihr von meiner Arbeit erzähle. Auch wenn diese Arbeit ziemlich wenig hergibt, was Bilder betrifft, und ich auch nur bedingt im Detail etwas zeigen kann – ich bin Lektorin und Übersetzerin, und die Texte, mit denen ich arbeite, sind unveröffentlichte Manuskripte und entsprechend höchst vertraulich. „Macht nix“, sagte sie, „es ist TROTZDEM spannend!“
Und jetzt hat sie mir eine derart hinreißende Karte geschickt, die meinen momentanen Zustand so wunderbar illustriert (siehe Bild – momentan bin ich umzingelt von Deadlines und begraben unter Papierbergen, und der Hund ist ebenso empört wie der Blog, geht aber immerhin vor) – da eröffne ich doch einfach zum Dank hier und jetzt die neue Rubrik „Werkstattnotizen“, in der ich zukünftig kleine und größere Gedankenfetzen- und brocken aus meiner (meist sehr geliebten, übrigens) Schreibtischeinsamkeit hinauströten kann in einen kleinen Teil des virtuellen Dadraußens. Momentan und bis Mitte September nämlich bin ich noch derart eingespannt, dass ich vielleicht so arg viel mehr gar nicht schaffe – nicht, weil ich nicht mehr filze, das tu ich nach wie vor, aber im Augenblick sind all meine Gedanken von sechsundzwanzig Zeichen und einer Handvoll Sonderzeichen und Satzzeichen in unterschiedlichsten Kombinationen in Anspruch genommen. Ich werde sozusagen vom Alphabet in seiner vielfältigen Manifestationsfähigkeit mit Haut und Haar und jeder noch so kleinen Faser verschlungen.

So. Nach dieser Positionsbestimmung: Mir fallen immer wieder sehr wörtliche Übersetzungen und unnötig verrenkte Sätze auf, die einige sprachliche Möglichkeiten der sozusagen impliziten Positionsbestimmung nicht nutzen. Hier als nahezu aus der Luft gegriffenes Beispiel:

a light breeze, its source distant, further ahead

Da wäre eine gar nicht so untypische Übersetzung:

ein leichter Windzug, sein Ursprung in einiger Entfernung voraus

Gagack. Ohne auf etwas anderes einzugehen, hier nur:

ein leichter Luftzug, der ihm aus einiger Entfernung entgegenwehte

Entscheidend daran: das „entgegen“. Wenn mir etwas entgegenweht, kommt es nicht von hinten, nicht von der Seite und auch nicht schräg von oben – es kommt von vorn, also aus jener Richtung, die man gemeinhin auch als ahead/voraus bezeichnet. Diese Information lässt sich also ganz wunderschön ohne jedes Geschwurbel einfach so im Laufen mit einpacken. Auch die „source“ ist unsichtbar mit drin, denn die ist ja automatisch da, wo der Luftzug herkommt.

Schön! Ist das nicht schön? Ich freue mich stundenlang über so etwas. Euch allen ein schönes Wochenende, das uns ja inzwischen aus recht überschaubarer Entfernung entgegenweht!

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(P.S: Und warum ich das nicht beim Freutag verlinke, wurde ich gerade per Mail gefragt. Ja, warum eigentlich nicht? Mach ich. Dankeschön!)

 

Allein die Tatsache …

… dass ich verlusterprobt genug bin, um zu wissen, dass ich sogar das zwanghafte Umwerfen aller Gefäße furchtbar vermissen werde, wenn sie irgendwann nicht mehr ist (soeben: den noch halb vollen vergessenen Kakao des Kindes auf dem Küchentisch mitten auf die gepolsterte Sitzbank), rettet diesem unseligen Katzentier das nackte Leben.

nala

Dir, Grautier, unmögliches, und Deiner wunderschönen, aber nicht minder bekloppten Schwester nebst ein paar herzhaften Flüchen auch die allerherzlichsten Glückwünsche zu eurem ungefähren 17. Geburtstag. Also – siebzehn auf jeden Fall, nur ob heute, gestern oder morgen, das weiß keiner so ganz genau, treffen wir uns in der Mitte. Und Freitag der 13. gefällt euch bestimmt, hihi.

acid

Ein richtiger Freutag. Danke, dass es euch gibt und ihr bei uns seid!

Komm zurück!

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Der Mann kommt heute später. Der Hund findet das nicht gut. Der Hund harrt auf dem Balkon aus und wartet. Und zittert in der Kälte. Und wartet. Und zittert. Macht nichts, er wartet trotzdem.

Ich habe ihm dann schnell was angezogen. Seine Erzfeindin, eine elegante Hündin in schwarzem Pelzmantel, trabt mitsamt Herrchen unten vorbei, lacht ihn bellend aus. Macht alles nichts, er wartet und wartet und wartet. Zittert aber nicht mehr.

sehnsucht

Komm nach Hause!
Ich mag dich am liebsten
Komm nach Hause
Mein Ball liegt ganz still
Komm nach Hause!
Es ist so traurig
Wenn man das Sofa zerkaut
Und gar niemand schimpft!

Goofy

Wenn es stimmt, dass das Ego eines Terriers proportional zu seiner Nichtsobesondersgroßheit ansteigt …

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… dann habe ich mit Klein-Goofy ein Monster geschaffen.

Jedenfalls zeigte sich der kleine Goofy vom großen Murphy nicht sehr beeindruckt … der Große hingegen nahm die frischgefilzte Konkurrenz höchst genau in Nasenschein.

goofy2.JPG

(Muss aus Goofys Perspektive etwa so ausgesehen haben, also ein bisschen wie eine symmetrisch deformierte Riesenbrombeere):

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Ein Glück, dass er so gern sonnenbadet. Und auch sowieso eher friedlich gestimmt zu sein scheint. Vielleicht denkt er sich ja auch: „Mit einem großen Ich kommt große Verantwortung.“ Oder: „Muss einen Selbstbewusstsein denn zum Arsch machen? Nö.“

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Dem kleinen Goofy und vor allem seinem großen Vorbild alles Gute, wir denken an euch!

Der kleine Hundekerl macht noch einen fröhlichen Spaziergang, und ich spaziere mit, endlich mal wieder Richtung Creadienstag. Habt eine wunderschöne Woche und haltet fleißig all eure unterschiedlich geformten Rüssel in den Wind, zum Schnuppern – riecht es etwa ein klein wenig nach Frühling?

 

Filzkurs in Hamburg

Ja, ich lebe noch.😉 Bald wird es auch ein bisschen luftiger, zeitlich gesehen, und ich schreibe wieder, in den letzten anderthalb Monaten war reichlich Trubel. So ungefähr der Zustand:

geduldig

Manchmal werde ich gefragt, ob ich mir das Filzen autodidaktisch beigebracht oder es irgendwo erlernt hätte. Es ist so ein Mittelding – tatsächlich habe ich es zuerst mit Büchern probiert, aber ich bin nicht ganz so vorangekommen wie gedacht und hatte keine allzu klare Vorstellung vom tatsächlichen Ablauf, und da passte es wunderbar, dass genau zu dieser Zeit in Hamburg ein Filzkurs von Rotraud Reinhard stattfand, die vorwiegend Tierfiguren in Aufbautechnik filzt. Ich bin also hin und hatte einen wirklich schönen Tag, an den ich mich sehr gern erinnere, und habe ein prachtvolles Paket Grundlagen mitgenommen, auf dem ich dann autodidaktisch aufbauen konnte. Inzwischen habe ich vieles für mich modifiziert oder variiert, der Aufbautechnik aber bin ich weitestgehend treu geblieben. Die Filzkurse bei Rotraud sind so schön, dass ich überlege, irgendwann noch mal hinzugehen, auch wenn ich möglicherweise im Rahmen eines Grundlagenkurses nicht mehr allzu viel Neues in Sachen Technik mitnehmen kann. Deshalb bin ich noch immer für den Newsletter eingetragen, der mir gerade verkündete, dass es noch freie Plätze beim Kurs im März gibt. Leider bin ich genau zu der Zeit auf der Buchmesse in Leipzig, aber vielleicht ist es ja für den einen oder anderen von euch interessant?

Kursort: Hamburg-Bergedorf
Zeit: Freitag, 18. März, 10:00 bis 17:30 / Samstag, 19. März, 9:00 bis 16:30
(man kann einen Tag buchen oder beide)
Kosten: 78 Euro für einen Tag, wer zwei Tage bucht, zahlt pro Tag 75 Euro

Bilder kann man sich anschauen auf www.filztiere.de, und wer Fragen hat oder sich anmelden möchte, wendet sich vertrauensvoll direkt an Rotraud (filztiere@posteo.de).

Euch allen ein wunderschönes Wochenende und bis bald!

Maike

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